Donnerstag, 1. Juni 2017

Review: XX - 2017

Ich mag Horror Anthologien, besonders The ABC`s fand ich sowas von geil, nun flattert eine neue Kurzfilmreihen ins Haus und was soll ich sagen, die 4 Episoden zeigen auf, dass Frauen sich als Horror Regisseure ziemlich schwer tun. Bei der ersten Story glühte noch mein Herz als ich lass das die von einem meiner Lieblingshorrorautoren Jack Ketchum stammte. The Box wurde von Regisseurin Jovanka Vuckovic verfilmt und erzeugt als einzige Geschichte so etwas ähnliches wie ein Suspense. Der Plot um das Aushungern einer Familie wurde recht ordentlich verfilmt, aber nicht mutig genug angeschlossen. Hier kommt es zu einem netten Splatter Effekt, der dann auch gleich den einzigen expliziten Härtegrad präsentiert. Am Ende bleibt das jedoch schwach und eines Ketchum unwürdig.

The Birthday Party von der Musikern St. Vincent deren Musik ich sehr schätze und immer gerne höre, verzettelt sich in einer schicken Optik, vermag jedoch auch keine Dramatik zu erzeugen. Warum und wieso Melanie Lynskey ihren toten Mann am Kindergeburtstag durch die Wohnung schleift bleibt schleierhaft. Wenigstens bekommt die neurotische Geschichte so etwas ähnliches wie einen Abschluss. St. Vincent setzt hier mehr auf schicke Optik und kraftvolle Perücken statt auf Horror. Der Splatterfreund geht auch hier lehr aus.

Don't Fall stammt von VHS Produzentin Roxanne Benjamin und zeigt uns eine Monster - alles handgemacht - dass in der Wüste eine Truppe Camper drangsaliert. Alles äusserst belanglos und ziemlich spannungsarm inszeniert, dafür wenigstens a bisserl Action und Blut, aber auch hier keine Pointe, die hängen bleibt.

Her Only Living Son von Karyn Kusama (Jennifer's Body und dem grottigen AEon Flux) zeigt und dann eine Horrorfamiliendrama zwischen Mutter und Sohn ohne Narration und Sinn. Von einem würdigen Ende und Rhythmus will ich gar nicht erst reden - absoluter Durchhänger!

Jetzt würde ich sehr gerne noch eine Episode besprechen, aber das war es dann auch schon. Der Damenhorror bleibt weit hinter seinen Erwartungen und Möglichkeiten zurück. Für dieses Genre kommt da schlichtweg zu wenig und war eine glatte Enttäuschung. Freunde von Episoden Horror können in die visuelle qualitative BD von den Köchen einen Blick riskieren. Den erfahrenen Horrorkennern sei davon lieber abzuraten, da schlichtweg keine Melodie entsteht und höchstens die Stop Motion zwischen den Episoden für Unterhaltung sorgt - jedoch hätte hier eine attraktive Rahmenstory nicht geschadet. Für mich wird das wohl bei dieser Erstsichtung bleiben, da ich hier keine Pointe funzzt und mich kaum forderte - richtig schwach!

3/10

Sammlung: Die Blu-ray Case von Koch kann ich empfehlen, tolle deutsche Snychro und starke Bildquali. Interviews Specials und das war`s dann auch schon. Mehr braucht es sann auch nicht wirklich.

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