Samstag, 24. Juni 2017

Review: Die Unglaubliche Geschichte des Mr. C - 1957

Man darf bei Jack Arnold`s The Incredible Shrinking Man, ruhig den Begriff Kult oder Klassiker des Phantastischen Kinos, gebrauchen. Die tragische Geschichte um Scott Carey, der schrumpft und schrumpft ist äusserst humorlos und wirkt fast schon schwermütig. Auch wenn das heute etwas knuffig erscheint, behält die Geschichte ihre latente Bedrohung aufrecht und fokusiert das Schicksal von Scott - der ziemlich erdrückend und suizidgefährdet von Grant Williams in Szene gesetzt wurde. Er verpasst der sonst schon tragisch und aussichtslosen Geschichte, nicht nur den körperlichen Verlust, sondern auch den psychischen Zusammenfall von Scott.



Die Story bleibt bis zur letzten Sekunde offen und schürt Hoffnung. Der Spannungsgrad wird gesteigert und zeigt neben Survival Action auch viel Emotionen. Gerade bei dem Aufeinandertreffen der Liliputanerin, erzeugt der Film eine durchdringende Tiefe, die viele modernen Produktionen stark vermissen lassen.

Die Action, wie der legendäre Fight gegen die Katze oder Jack Arnolds Lieblingsdarsteller - Die Tarantel, sind damals wie heute spektakulär inszeniert. Das eine oder andere mag heute plump wirken, hat jedoch nicht von seinem Charme eingebüsst. Schade nur das der der Fim an einigen Stellen zu wenig konsequent ist und sich zu sehr auf die Hauptfigur konzentriert um einige nette Effekte zu zeigen. Das war wir dann doch etwas zu viel Effekthascherei - da wäre weniger mehr gewesen und hätte der Aufbau von Nebenfiguren nicht geschadet.

Was erwartet den Zuschauer? Eine tieftrauriges Phantasie Drama mit teils selbstverliebten und endlosen Special Effekten und Taschenspielertricks. Alles im Charme und der Belanglosigkeit der 50er Jahre inszeniert. Das knuffige Teil funktioniert heute wie damals. Absoluter und gerechtfertigter Kultstatus.


9/10


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