Montag, 14. August 2017

Review: Kong: Skull Island - 2017

Geschickt wird die Original Story von King Kong und die weisse Frau aus dem Jahre 1933 in die 70er Jahre vergpackt und schafft somit eine zukunftsweisenden Monster Actionfilm im Retro Look, an dem sich alles was nach Kong veröffentlicht wird, messen muss. Auch wenn etliche inhaltlich konzipierte Szenarien, einzig der Effekthascherei dienen und einiges an Pathos schafft, macht das durchgehend Laune. Schnelle Unterhaltung bei dem der Titelheld bereits beim Opening einen imposanten Auftritt hinlegt und im weiteren Verlauf gegenüber den anderen King Kong Filme, ordentlich Screentime einstreicht. Man entlehnt ehrenvoll Szenen des Originals und erzeugt einen gewissen Zynismus, der dem Film äusserst gut steht.

Der 32jährige Regisseur Jordan Vogt-Roberts konnte bislang eher mit mauen TV Serien sein Talent unter Beweis stellen und widmet sich nun zum erstenmal dem Fantastischen Kino - und macht seine Sache ganz gut.

Die brachialen Bildkompositionen und farbenintensive visuelle Gestaltung werden auf einer gewaltige technische CGI Bühne zum Besten gegeben. Kong ist bestens getrickst und auch die übrigen Kajiu Viecher (Schädeldinger) machen was her. Nur bei dem Kleintier, wie Hirsche und sonstigem Streichelzoo wird etwas geschlampt. Nach eigener Aussage des Regisseurs Jordan Vogt-Roberts,  dienten für die Kreaturen wie die der Wasserbüffel, Hayao Miyazaki`s Prinzessin Mononoke als Referenz. Es ist nicht zu übersehen das für Kong:Skull Island dasselbe filmische Ökosystem verwendet wird. Wer sich also mit dem Anime bereits schwer tat, wird auch bei der neusten Verfilmung des Riesenaffen, seine Mühe bekunden.

Die Geschichte um das Eingreifen des Menschen in die Umwelt, gilt als Subtext und funktioniert 1933 genauso gut wie heute - es hat sich nichts geändert! Am Ende ist und bleibt Kong immer das menschlichste Wesen, der Geschichte. Grandioses Monster Kino, das einen durchgehenden Unterhaltungspegel besitz und sich mit nicht vorhersehbaren Szenarien von einer Fake Spannung distanziert, dass vielen anderen Artverwandten aufweisen - Augenmerk auf das asiatisches Godzilla Pendant!

Was erwartet den Zuschauer? Gigantische Monster Kajiu Action ohne Tiefgang oder grössere Background Storys. Etliche One Liner mit den üblichen Kalenderspruchweisheiten. Ein attraktiver Cast der die Verschnaufpausen von Kong, bestens überbrückt und den einen oder andern Schenkelklopfer parat hält. Ich versehe das gebashe um den Film nicht ganz? Kong: Skull Island verspricht nichts was er nicht halten kann! Er ist platt, seelenlos, pathetisch - schlicht ein hanebüchener gigantischer oberflächlicher moderner Trasher! Wo zum Teufel sieht man den schon einen Kong, der mit Westler Moves ein Riesenvieh platt macht oder sich nen Oktopus als Zwischenmahlzeit einverleibt?

Hinzuzufügen wäre noch das Kong, eindeutig der härteste, brutalste und grösste unter den King Kong Filmen ist und gegenüber den anderen Kong Filmen für einmal nicht auf die Tränendrüsen drückt, sondern sich der schlichet fast schon  Unterhaltung widmet.

8/10


Sammlung: Ich bin eine notorischer Steelbook Sammler. Aber das Artwork hat mir bei dieser Vö nicht gefallen. Da macht das Amaray eindeutig mehr her. Tolles gezeichnetes Print und mit vielen Extras bestückt. Leider hat es Warner mal wieder nicht geschafft den Audiokommentar des Regisseurs mit Subs auszustatten - so wie einige Extras.

6/10


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