Donnerstag, 4. Januar 2018

Review: The Crucifixion - 2017

Ein rumänischer Priester und fünf Nonnen werden 2004 nach einem misslungenen Exorzismus wegen Mordes angeklagt. Die amerikanische Journalistin Nicole Rawlins will der Sache vor Ort auf den Grund gehen. Obwohl Religion gegenüber kritisch eingestellt, muss sie bald feststellen, dass wohl tatsächlich Dämonen im Spiel waren. Die es nun auf die Journalistin abgesehen haben, die als Ungläubige leichte Beute zu sein scheint.








Das Frontier"s" Schöpfer Xavier Gens zu den ganz grossen Horrorregisseuren gehört ist unumstritten. Jetzt nach der Sichtung dieser wahren Begebenheit, bleibt bei mir allerdings ein gemischtes Gefühl zurück. Im Gesamteindruck bleibt das inhaltlich begrenzt und wenig berauschend - alles sehr nüchter inszeniert. So kommt es schnell, dass ich rasch das Interesse an der Materie verliere und mich nicht wirklich der Hauptfigur der Journalistin Nicole Rawlins auf ihrem Roadtrip anschliesse. Ihre Ermittlungen kommen ohne Vorkenntnisse zustande und werden vor Ort mit den Grundwissen konfrontiert - noch unvorbereiteter kann man sich solch einem Thema als Journalist wohl kaum nähern. So kommt es das gerade der erfahrene Horrorgucker und Exorzimsus Freund sich durch ellenlange und trübe Ermittlungen eines Grundkurses kämpfen muss.

Über Strecken werden alleine die schönen Sets und Landschaften zum eigentlich Star. Zwischendurch gibt es das übliche Gezeter. Optisch sicherlich gekonnt, stilvoll inszeniert und mit dem ländlichen Charme ausgestattet, sorgt The Crucifixion für eine starke Bildästhetik und den nötigen Grundton. Leider verhält es sich bei der Spannung etwas anders - alles äusserst ideenarm und mit den üblichen Jump Scares, sowie der persönlichen Litanei der Journalisten ausgestattet, wird der Film von Xavier Gens mehr zum Glaubestwist, statt zum Adrenalin pumpenden Exorzismus. The Crucifixion konzentriert sich zu sehr auf die Glaubensfrage und vergisst dabei den Dämon zu fokussieren und den gewünschten Exorzismus zu inszenieren. Somit wird das Horrorelement etwas in den Hintergrund gedrängt und verliert sich in den stetig wiederkehrenden Szenarien.


Fazit: In diesem Subgenre kann The Crucifixion bei den starken Mitbewerbern nicht mithalten und lässt doch einiges an gewünschten Attraktionen aus. Geduldvoll inszenierter Exorzismus Dämonen Flick, mit geringen expliziten erinnerungswürdigen Schockmomenten, und wenn was passiert wirkt das äusserst plakativ und kopiert. Leider wird der Film mehr zum persönlichen Glaubenskrieg der Hauptfigur, als zum Exorzismus.

5/10


Sammlung: Amary von Tiberius.

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