Donnerstag, 10. Januar 2019

American Rikscha - 1989


Wenn der Tag geht, gelten die Gesetze der Dunkelheit... Um etwas Geld für sich und seinen kranken Mitbewohner zu verdienen, jobbt Student Scott im heißesten Viertel von Miami als Rikschafahrer. Eines Abends begegnet ihm die attraktive Joanna, die ihn nach einer Rikschafahrt verführt. Während die beiden es sich auf einer Yacht bequem machen, werden sie von einem Voyeur gefilmt. Scott verpasst diesem eine Abreibung und macht sich aus dem Staub. Als kurze Zeit später die Leiche des Spanners entdeckt wird, gerät Scott unter Tatverdacht, und es beginnt ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei, einem skrupellosen Killer und einer mysteriösen alten Dame, die mehr über Scott zu wissen scheint, als dieser ahnt.

Offizielle Inhaltsangabe



Ziemlich kurioser Flickenteppich von Sergio Martino (Paco - Kampfmaschine des Todes - 1986). Schleppendes Kriminalstück mit Mystik- und Fantasy Elementen. Diverse Lücken werden mit nackter Haut und der Schlüpfigkeit von Victoria Prouty überbrückt. Blieb leider ihr erster und letzter filmischer Ausflug - war wohl ein Fehler gleich im ersten Film blank zu ziehen? Als kleines Schmankerl konnte man Charaktergesicht Donald Pleasence als Reverend Mortom verpflichten - leider viel zu wenige Screentime, aber ein schweinischer Auftritt. Die Hauptrolle geht an den Olympiasportler Mitchell Gaylord, der seine Sache recht ordentlich macht.

Ansonsten bleibt das Gesamtpaket statisch und entfacht wenig Dynamik. Die Charaktere bleiben flach. Handlungsstränge werden nicht clever genug zusammengefügt, um hier ordentlich Thrill zu erzeugen. Dafür stimmt der hochstehende Look und zum Ende hin die richtig geilen und kruden Schweinereien in Form von 2 Body Horror Effekten.

Fazit: Sicher kein Meilenstein des Italo Films. Erotik, Krimi, kruder Horror, Mystery und Fantasy - alles mit an Bord. Leider wird dass alles nicht zu einer in sich geschlossenen Story und entwickelt einen schleppenden Erzählrhythmus. Trotz all diesen Mängeln, entwickelt der 90er Shlocker bei mir genügend Filmmagie, dass ich den doch recht gerne ins Regal stelle.

4/10

Sammlung: Das LE Mediabbok 089/111 mit Cove C ist eine Wucht. Bild und Ton wurden würdig in die Gegenwart transportiert - neu abgestatet und remastered. Als Feature gibt es ein 20min Interview mit Martino (deutsche Subs) 9/10




Kommentare:

Musik: Kiefer Sutherland - Open Road

Dämlicher Hut und ein noch schlapperes Video, aber singen kann er mit seiner kalten düsteren Stimme.