Dienstag, 5. Februar 2019

Zombie Nightmare - 1987


Der junge Tony Washington verhindert einen Überfall auf ein Lebensmittelgeschäft und wird anschließend von den Tätern, einer brutalen Gruppe von Jugendlichen, überfahren und stirbt. Seine trauernde Mutter bittet ihre Freundin und Voodoo-Priesterin Molly Mokembe ihren geliebten Sohn wiederzubeleben. Nach einer dunklen Zeremonie kehrt Tony aus dem Reich der Toten zurück, um als grauenvoller Rächer seine Mörder ins Jenseits zu befördern…

Offizielle Inhaltsangabe


Pornoregisseur Jack Bravman tut sich mit  Drehbuchautor John Fasano zusammen, der schliesslich Zombie Nightmare als Co Regisseur und eigentlicher Macher, das Projekt ins Trockene bring. Aus Gründen der kanadischen Produktionsleitung wird jedoch Bravman bei den Credits der 80000$ Produktion gelistet. Das heisst allerdings nicht, dass der Film dadurch besser wird! Auch wenn der Genrefilm über diverse Mängel nicht hinwegtäuschen kann, muss man Fasano schlichtweg zugestehen, dass er als Schreiberling u.a. bei FX oder Universal Soldier Die Rückkehr doch recht amüsante Arbeiten hinterlässt. Fasano starb leider bereits 2014 mit 52 Jahren. Als Regisseur kannte ich ihn bislang nur durch Freakshow.

Zombie Nightmare ist Low Budget in Reinkultur. Schlechte Darsteller, wobei man hier den späteren Mainstream Regisseur von Nachts im Museum und Real Steel, Shawn Levy in der Rolle des Arschlochs zu sehen kriegt, der den Hauptprotagonisten und späteren Zombie Jon Mikl Thor platt fährt. Jon Mikl Thor selbst ist ein Metal Rock Bodybuilder Künstler, der in diesem zahnlosen Voodoo Zombie, eine echt ulkige Performance zum Besten gibt. Als dazugehöriges Schmankerl gibt es die blutjunge Tia Carrere in einem ihrer ersten Filmauftritt zu bestaunen und den wohl besten Batman Darsteller aller Zeiten - Adam West, der 1/4 der Produktionskosten verschlang und für den erkrankten Leslie Nielsen einsprang.

Trotz dieser interessanten Mischung, kommt der Film nie wirklich in die Gänge und weist für einen Horror Slasher wenige brauchbare Effekte in Sachen Splatter und Gore auf. Das ist alles viel zu harmlos - damals wie heute bleibt das stubenreine Asketik, die höchstens zum schmunzeln einlädt wenn Jon Mikl Thor, seine Opfer mit den Baseball Schläger durch den Film jagt. Leider wirkt das wenig unterhaltend und dynamisch oder blutig genug um mich vollumfänglich in seinen Bann zu ziehen. Diese ganzen Abstriche liegen jedoch nicht an Fasano und Bravaman Können, sondern an den Amateur Editoren. Das Gesamtpaket schliesst, durch die dilettantische Arbeit von Schnittlehrlingen im Schneideraum leider kläglich ab. Hier hat man den Film schlussendlich durch Inkompetenz von Billigarbeitern zerstört und wichtiges Drehmaterial landete unwiderruflich  auf dem Boden des Schneideraums. Eine Desaster!!

Make Ups und Effekte sind kostengünstig gestaltet und eine Steinwurf eines Maskenballs entfernt. Alles sehr Low Budget. Dank Jon Mikl Thor Kontakte zur Metal Szene, konnte man einige namhafte Rock Bands, wie Motörhead oder Girlschool für den Soundtrack verpflichten, der dann auch für das nötige Rahmenprogramm sorgt.

Als Antiheld im Stil der 50er Jahre Horror Comics funktioniert Zombie Nightmare ganz gut als Geschichte aus der Gruft. Als Slasher, fehlt ihm schlichtweg das Gewaltpotential. Alles bleibt im cartoon look bestehen und versucht erst gar nicht dem Zuschauer eine dramatische Geschichte zu erzählen. Lässt man sich jedoch auf dieses Spiel ein, bekommt man eine netten Horror Film geboten der Spass macht, aber in seiner Natur mitverantwortlich ist, für den schlechten Ruf des Horrors - im positiven Sinne!

Fazit: Als Horror Slasher und Freund des Low Budget der späten 80er, kann man sich diese mässigen Effekt und antriebslose Geschichte geben. Vorherrschend bleibt jedoch der stumpfe Unsinn, das nur beim Genrefreund und Allesgucker für Laune sorgt. Genre Indikatoren werden im Stil eines 50er Jahre Comics inszeniert. Horror aus Kanada mit sichtbaren Mängel.



3/10


Sammlung: UNCUT Mediabook cmv 114/500. Der Film passt bestens in das cmv Programm und bekommt hier eine Traumveröffentlichung in Form eines Mediabooks serviert, dass Dank Kellerbach Audiokommentar und Booklet zu einem Fest wird. Nicht von dem Cover täuschen lassen, so toll sehen die Make Ups leider nicht aus. 8/10




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