Samstag, 10. Juni 2017

Serien: Twin Peaks 3.03


Cooper ist immer noch in der Vorraum gefangen und folgt einer Dame ohne Augen durch die groteske Welt. der Zuschauer ahnt jedoch das, dies alles dazu dient um Cooper der Weg hinaus zu weisen....

Hatten die beiden ersten Folgen noch so etwas ähnliches wie konsumtaugliche Attitüden, verliert sich Lynch hier in seiner grotesken konfusen Zwischenwelt und verabschiedet sich von jeglichem konventionellen Erzählelement. Daraus ergibt sich eine schier durchgeknallte Welt die dem Zuschauer so ziemlich alles abverlangt. Wer auf subversives und andersartiges Heimkino steht, kommt hier auf seine Kosten, alle andere werden spätestens nach 15 Minuten den Vorspulfaumen betätigen. Ich muss gestehen, wenn ich das nun ganz objektiv betrachte und meinen subjektiven Twin Peaks Bonus weglasse, bleibt da echt nichts mehr von der ersten Twin Peaks Staffel hängen. Lynch zerstört den Charme seiner vorangegangen Arbeit und bedient sich neuer abstruser Erzählelemente. Ob das bei Alten Zuschauer funktioniert ist allerdings fragwürdig? Da gerade der Look und die Ambiente um Twin Peaks die Serie ausmachte und von dem war bislang nichts zusehen. Für das jüngere TV Publikum wirkt das zu anstrengend, zu verderht, zu unverdaulich. Wenn sich Lynch nicht bald schon zurück zu alten Stärken besinnt, wird sich immens auf die Zuschauerzahlen auswirken. Selbst ich als Eingefleischter hatte bei dieser Episode so meine Mühe. Aber auch wenn das auf den Zuschauer über Strecken eher wie eine bildverliebte Achterbahn wirkt, verliert sich hinter Der Regisseur hinter diesem Vorhang in seinen inhaltlichen Details die am Ende hoffentlich ein grosses ganzes ergeben.



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