Sonntag, 15. Oktober 2017

Review: Officer Downe - 2017

Officer Downe (Kim Coates) sorgt auf brutalste Weise für Gerechtigkeit, während er ein unsterbliches Geheimnis trägt. Er ist weit mehr als der ultimative Mensch, er ist der ultimative Super-Cop! Nicht einmal der Tod selbst kann Officer Downe stoppen! Ein einzigartiges telepathisches Wissenschafts-Experiment lässt ihn als Geißel der Unterwelt LAs immer wieder auferstehen. Dieser Cop kriegt nie genug und kommt immer wieder zurück. /Offizielle Inhaltsangabe









Shawn Crahan alias Clown von Slipknot versucht sich als Regisseur und adaptiert die Graphic Novel von Joe Casey. Leider fällt das Endprodukt wenig berauschend aus und kommt ziemlich sperrig daher. Man versucht das Minimum einer Story, dem Zuschauer so komplex wie nur möglich zu verkaufen. Die stetigen inhaltlichen Repetitionen sind erbarmungslos lang und äusserst hölzern getextet - für eine Comicadaption müsste hier eindeutig mehr kommen. Die überlange geistlose Story wird dermassen durchgekaut, dass man bald schon von den Charakteren die Schnauze voll hat und sich auf das nächste Blutbad des Officer Downe freut. Leider gibt es von diesen Schweinerein äusserst wenig und wenn endet das in einer Over Acting Troma Orgie, die gerade bei dieser Jüngerschaft punkten wird. Lässt man das Overkill aussen vor, wird Officer Downe zur reinsten Geduldprobe.

Die zweite Geige und Titelheld wird von keinem geringeren als von Kim Coates aus Sons of Anarchy gespielt. Kim hatte ich an der Comic Con Berlin 2017 getroffen. Sein Charisma und Coolness haben mich direkt eingesogen - seine Präsenz ist eine Wucht und somit der einzige Grund wieso ich mir Officer Downe zu Ende angeguckt habe. Der Film lebt von seinem Fluidum, denn Tyler Ross als Officer Gable in der Hauptrolle, wächst nicht aus Coates Schatten heraus und hängt mächtig in den Seilen. Dafür gab es ein angenehmes Wiedersehen mit Dexter Star Lauren Vélez als Police Chief Berringer - die Frau geht immer. Ansonsten setzt man mehr auf bunte Optik, tarke Farben und auf durchgeknallte Ideenreichtum im visuellen Sinn, die dem Film richtig gut tun. Der Look ist der Hammer und springt vom Indie Set bis zum richtig aufwendig gestalteten Schauplätzen - fast alles Indoor.





Könnte man am ehesten als Trashploitation bezeichnen. Die flippsige Graphic Novel Verfilmung erscheint optisch recht attraktiv. Leider verhält es sich bei der sperrigen Erzählstruktur etwas anders. Äusserst zäh und ungestraft, hätt dem Film einige Dialog Schnitte nicht geschadet.
Dafür punktet das wenige Splattering, dass an die guten alten Troma Zeiten erinnert/ich wurde nie warm mit dem Zeug! Auch als Low Budget hätte man hier deutlich mehr rauskitzeln können - gerade was das Script angeht, wurde das ziemlich grottig umgesetzt und viele Ideen um die elitäre kriminelle Organisation "The Fortune 500" wurde nicht würdig genug zu Ende gesponnen.

Fazit: Es hat schon seine Gründe wieso das Leute eine Filmhochschule besuchen und nicht jeder dahergelaufene Clown einen Film drehen sollte. Officer Downe, ist der beste Beweis dafür! Zäh, endlos undienliches Gebabbel, keine Pointen, kein Rhythmus, keine Sympathieträger und verdammt wenig explizite Gewaltdarstellungen für einen Genrefilm - und das liegt echt nicht am Geld, sondern am Script, das einfach nur grottig adaptiert wurde.

Sammlung: Es gibt ein deutsches limitiertes Uncut Steelbook (siehe oben), das optisch was hermacht. Allerdings hat mich der Film nicht wirklich befriedigt und somit warte ich da erst mal ab. Evtl. wenn der Preis da mal ganz unten ist, aber auch nur wegen Kim Coates.


3/10


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