Dienstag, 31. Oktober 2017

Review: Werwolf von Tarker Mills - 1985

In Tarker Mills traut sich seit der unheimlichen Mordserie niemand mehr nachts aus dem Haus. Die Opfer sind scheinbar willkürlich ausgesucht und grausam verstümmelt worden. Nur die Tatzeiten deuten auf eine Spur, denn das Grauen kommt in Vollmondnächten. Die hastig zusammengestellten Schutzgruppen bewaffnen sich mit allem, was halbwegs als Waffe zu gebrauchen ist, un dstreifen, sich selbst immer wieder Mut machend, durch die Wälder. Nur der kleine Marty glaubt, das schreckliche Geheimnis zu kennen. Als Fan von Horrorgeschichtenstellt er seinen Onkel Red, einem liebenswerten Säufer und Weiberhelden, seine Werwolf-Theorie vor. Der glaubt ihm allerdings kein Wort und so erfährt Marty den entsetzlichen Unterschied zwischen Horrorgeschichten und der nackten Wirklichkeit. - Offizielle Inhaltsangabe





Vergleiche zu Stephen King`s Buch kann ich nicht ziehen, da ich die Geschichte nicht gelesen habe. Aber viel Zeit für inhaltlichen Firlefranz und attraktive Überraschungsmomente, sowie etwas Kopfkino verschwendet man bei dieser Adaption nicht - es geht zügig voran. Es wird relativ schnell/mir zu schnell, das Geheimnis gelüftet wer der Werwolf von Tarker Mills ist. Background sucht man hier vergebens: Wieso und Warum? Es ist einfach so, wie es ist und man hält das Minimum an Plot mit stoischen Tempo am Leben. Den Unsinn schmückt man gekonnt mit ulkigen aber wunderbare charmanten handgemachten Effekte aus - Der 80er Jahre Filmnostalgiker wird seine Freude haben.

Der Film wurde gekonnt mit den damaligen Kinderstar und Corey Haim gecastet - tragisch wie alles mit ihm endete! Aber irgendwie schon putzig wie er mit seinem motorisierten Rollstuhl Silver Bullet durch Tarker Mills drivt. Gary Busey, ist immer ein B-Granate und liefert hier im Magnum Hawaii Hemd (ich besitze dasselbe Hemd mit Kokosnussknöpfen) eine strake Performance. Ansonsten gibt's noch junge Auftritte von kommenden Serienstars zu bewundern: Everett McGill aus Twin Peaks, macht den Reverend und Terry O'Quinn (mit Haaren) aus Lost, den Sheriff.

Fazit: Was der ganzen Parade an Spannung sowie kreativen Inhalt fehlt, macht Werwolf von Tarker Mills, mit dem Charme und der Besetzung weg. Dünner kann man eine Werwolf Geschichte nicht erzählen, aber um einiges billiger - tolle Kamera, tolle Sets, charismatischer Cast - rundum ein toller 80er Jahre Groove. Horror Nostalgiker greifen bei diesem temporeichen Film, bei dem Kinder zu Helden werden, uneingeschränkt zu.

7/10

Sammlung: Das auf 1000 Stück limitierte Mediabook hätte mich gereizt, da das Coverartwork von Enzo Sciotti stammt. Aber der Rest der Aufmachung war leider nicht ganz so der Burner und Geldsparen war auch gerade angesagt und somit griff ich zu dem grottigen Artwork der BD ohne Extras. Manchmal kann man nicht alles haben! Bild und Ton wurde ordentlich aufgepumpt und ins digitale Zeitalter übernommen. Bild rauscht nur an wenigen Stellen - ansonsten macht die Qualität Spass.



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