Freitag, 10. November 2017

Review: Der Dämon und die Jungfrau - 1963




Nach Jahren kehrt Kurt Menliff (Christopher Lee) auf das Schloß seiner Familie zurück. Seine Ankunft wird von seiner Verwandtschaft nicht gerne gesehen, denn wegen ihm hat sich ein Mädchen vor Jahren mit dem Dolch das Leben genommen. Auch die schöne Nevenka (Daliah Lavi), die zuvor mit Kurt eine Affaire hatte, beobachtet seine Rückkehr mit Argwohn. Doch Nevenka verfällt ihm erneut. Eines Tages wird Kurt jedoch tot aufgefunden. Auch er wurde mit einem Dolch ermordet... - Offizielle Inhaltsangabe


Starker Gothic Horror von Mario Bava, der mit allen Klischees aufwartet. Starke Bildgestaltungen und grandiose Lichtsetzung, helfen über die eine oder andere Länge hinweg. Christopher Lee spielt hier erneut eine seiner kleinen Rollen - natürlich steht und fällt der Film mit seiner Präsenz. Tony Kendall (Kommissar X) sorgt für die Stimulation beim weiblichen Zuschauer. Für die Männer gibt es das gekonnte Theaterspiel der Israelin Daliah Lavi zu bestaunen. In einer Nebenrolle, spielt der von mir geschätzte Luciano Pigozzi als Alan Collins. Mario Bava sollte im selben Jahr seinen wohl besten Film abliefern, den Giallo Blutige Seide.

Fazit: Der anhaltende düstere Grundton, sowie die sadomasochistischen Einlagen, bilden das Gerüste um diesen visuell hochstehenden Gothic Grusler. Mit tollen muffigen Interieur und melancholischen Landschaftskulissen, kann der Film bestens punkten. Da haben die Italiener, bei den Hammer Studios bestens abgeguckt und gekonnt die Laszivität hochgestraubt - latentes schwermütiges Familien Gothic Horror Drama, um eine verdorbene Liebesbeziehung.

7/10


Sammlung: Wicked-Vision (3-Disc L.C.E. #4) [Cover B von Adrian Keindorf] auf 444 limitiert. Unzählige Bonus auf zwei weiteren DVD verteilt - noch mehr kann man einen Fan nicht verwöhnen. Für einmal wurde auch das Booklet ordentlich verklebt und die ganze Parade hält - das haben sie ja nicht so bei Wicked.

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