Montag, 6. November 2017

Review: Die Hölle der lebenden Toten - 1980




Auf einer Insel entwischt ein Virus aus einem Versuchlabor, der nicht nur aus Ratten, fleischfressende Wiedergänger macht sonder auch aus den Infizierten Menschen. Ein Sondereinsatzkommando wird beauftragt um dem Übel den Gar aus zu machen. Ihre Reise führt sie nach Neiginea, wo sie bei Einheimischen auf dieselben Symptome stossen. Es beginnt ein Kampf ums Überleben....

Bruno Mattei dirigiert hier unter dem Pseudonym Vincent Dawn ein Romero Dawn of the Living Dead Rip Off, das kein geringere als Dario Argentos selbst geschnitten hat. Die Outdoor Schauplätze wurden in Spanien gefunden und fügen sich bestes in die Natur Doku Archivaufnahmen ein/oder umgekehrt?!



Was als solider und äusserst amüsanter Zombie Trasher begann, wird im Mittelteil zu einem Mondo angehauchten Filmvehikel. Die eingefügten Tier Snuff Szenen, halten sich diesmal in Grenzen. Dafür wird im Stil von Gesichter des Todes, Szenen mit einem realen Eingeborenen Leichnam hineingeschnitten - ich glaube da war auch ein Baby zu sehen/hätte ich jetzt nicht wirklich gebraucht. Solche Szenen wurden explizit für den asiatischen Videmarkt eingefügt und waren damals äusserst gefragt.

Ein Film der 1980 bereits charmant schlecht war, wird es wohl auch heute noch sein - und so ist es auch. Ein Sondereisatzkommando mit der Reaktionspanne eines Faultiers, sowie Zombie Komparsen die in die Kamera gucken, oder das herrliche Over Acting der Schauspieler oder deren Improvisationen am Set, sprechen Bände. Eigentlich lagen zwei verschieden Scrips für Die Hölle der lebenden Toten parat. Leider hat sich das Studio gegen Mattei`s Favoriten entschieden und so bekommen wir nun das zu sehen, was die Produzenten für gewinnbringend empfanden.

Die Make Ups sind weit weg von den damaligen US Filmen und wurden aus dem örtlichen Fleischladen ausgeliehen. Man gibt sich jedoch Mühe und lässt die Low Budget Effekte richtig gut aussehen. Die Zombies beim Mondoausflug im Mittelteil. hängen allerdings in den Seilen! Wunderbar natürlich auch Argentos Hausband - Goblin, die, die Filmqualität nochmals anheben.


Fazit: Freunde von italienischen Filmflausen und Mattei Jünger werden sich bei diesem Ulk bestens unterhalten. Mattei hat einmal behauptet, dass er all seine Filme schlecht findet und sie alle gerne nochmals verfilmen möchte - von Die Hölle der lebenden Toten (der Film hat nicht weniger als 12 verschiedene Alternativtitel) hätte ich da gerne eine Neufassung von ihm gesehen. Aber am Ende hat das alles seine Berechtigung und wir sehen einen Italo Zombie mit den viel Trash Charme und Klamauk, der mit dem Mondo Genre liebäugelt und das beste aus einem schlechten Film macht. Somit ist der Kultstaus gerechtfertigt.

7/10


2. Sichtung: Was beim ersten Mal scnlecht ist, wird es auch meistens bei der Zweitsichtung bleiben. Charmante Filmflausen aus Italien. Hatte den bei der Erstsichtung als VHS Rip vom Schwarzmarkt - KULT, aber in bescheidener Qualität und natürlich geschnitten - solche Sahen bekam man in den 80er nicht in unsere Leihvideothek! Jetzt nach der Sichtung der BD von XT, gewinnt der Film bei mir noch mehr an Ansehen - einfach herrlich ulkige Unterhaltung. Fleischladen Action die Spass macht. 7/10


Sammlung: Die kleine Hartbox von XT Video (Limited Edition 085/250). Plus 8 Minuten mit Bruno Mattei - toll aber eindeutig zu wenig Extras für eine limitierte Auflage. Bild und Ton gehen in Ordnung - Bei dieser ungekürzten Fassung wurde die eingefügten Dialogszenen eingedeutscht. Geiles Cover. 6/10




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