Sonntag, 25. Februar 2018

Review: 976 Evil - 1988


Hoax (Stephen Geoffreys) wird an der Schule gemobbt. Als er auf die Nummer 976 eines Call Centers in Form des Unternehmens Dark Enterprises stösst, beschwört er über die satanischen Horoskoplinie die Hölle herauf. Bevor er sich er sich jedoch versieht, wird er selbst zu einem Werkzeug des Bösen und die Rache an seine Mitschüler ist unerbittlich.

Das Regiedebut des Freddy Krueger Darstellers Robert Englund ist sicherlich kein grosser Wurf, sorgt aber für den Liebhaber des 80er Horror Videotheken Movies für Unterhaltung. Leider wirkt das Szenerie um die eigentliche zentrale Figur etwas zottelig. Der Held und das Böse, wurde etwas flatterig inszeniert und zu spät fokussiert.





Hoax, der brillant von Stephen Geoffreys dargestellt wird, dient nur als Werkzeug des eigentlichen Teufels, der hier kaum Screentime einsackt. Der Zuschauer wird zwar an der Nase herumgeführt, aber bei der Aufklärung um den satanischen Call Service allerdings mit einem Final bedient, dass man etwas tölpelhaft aus dem Hut zaubert. Geschickte und spannenden Konstruktionen sucht man hier vergebens. Patrick O'Bryan als inszenierter angestaubter Held, besitzt zu wenig Flair und Talent um hier was zureisen. Somit bleibt alles bei Stephen Geoffreys sowie dem Kurzauftritt von Robert Picardo und den nackten Brüsten von Lezlie Deane hängen.

Englund inszeniert liebevoll die stereotypischen Horrorcharaktere und mutet seinem Publikum schlichtweg zu wenig zu. Der ansonsten für seine soliden Drehbücher bekannte Brian Helgeland, lässt hier ziemlich viel lose Ende übrig. Englund selber, scheint zu unerfahren um die Horror Parade in die richtigen Bahnen zu lenken und so sollte er erst 19 Jahre später erneut auf dem Regiestuhl platz nehmen - seine zweite und letzte Regiearbeit bislang.

Die Kills laufen fast gänzlich im off ab und somit bekommt der Liebhaber von schönen selbstgemachten Effekten, lediglich die Make Ups von Hoax zu sehen, die mich ein wenig an Michael Jacskons Thriller erinnern. Ansonsten gibt es eine abgetrennt Hand und ein aufgeschlitztes Gesicht zu sehen. Für einen Streifen dieses Art, wurde das jedoch ordentlich getrickst und stimmungsvoll in das atmosphärisch dumpfe Spiel gearbeitet.

Fazit: Atmosphärisch dichter 80er Make Up Horror, der inhaltlich wackelig und schwankend inszeniert wurde. Der Film lebt von Stephen Geoffreys Charisma und den handgemachten Make ups. Visuell stimmig und nostalgisch wertvoller Videotheken Movie, jedoch zu wenig zielstrebig, um auch nur ansatzweise gefährlich zu werden. Freunde des 80er Horrorfilms müssen zugreifen.

6/10


Sammlung: Die BD Amaray von Sony. Leider ist die deutsche Synchro an einer Stelle asynchron. Ansonsten gutes Bild und Ton sowie tolles Extras mit Audiokommentar von Englund, mit deutschen Subs) 6/10




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