Mittwoch, 28. Februar 2018

Review: Die Todespagode des gelben Tigers - 1969


Die Todespagode des gelben Tigers ist ein Wuxia Streifen fernab der sonstigen Klopperfilme aus dem Hause Shaw. Geschichten wie um die ritterlichen und kampferprobten Volkshelden Hsiang Ting (Ti Lung) und Yun Piao-piao (Li Ching), die eine wertvollen Silbertransport beschützen sind in der chinesischen Volksliteratur fest verankert. Ebenso auf den Charakter des dazustossende geheimnisvolle fahrenden Schwertkämpfer Le I (David Chang) als Xia, der als Brennpunkt in der Dreiecksbeziehung agiert, wird bei diesen Geschichten äusserst gern gesehen. Zusammen müssen sie den Silberschatz gegen die Kämpfer aus dem Haus der fliegenden Tiger beschützen.






Chang Cheh Film fokussiert jedoch nicht die Tyrannei des Schurken, oder die Überreizung des Heldenepos. Als Dreh und Angelpunkt agiert Le I (David Chang) als Xia, der sich dann auch prompt in die schöne Kämpferin Yun Piao-piao (Li Ching), verliebt und dadurch viel Verlegenheit provoziert. Wer sich also auf einen klassischen Martial Art von den Shaw Brothers freut, wird wohl entäuscht werden. Die Action konzentriert sich ausschliesslich auf die Schwertkunst und von der gibt es abgesehen von zwei Intermezzos nur das etwas dünne Finale zu sehen. Im Mittelpunkt steht die Einsamkeit des Xia, die hier etwas unausgereift inszeniert wurde.


Die Charaktere tun sich sichtlich schwer beim sterben - man beachte das Finale. Dies liegt eher daran, dass Regisseur Chang Cheh, sich nicht von seinen Filmfiguren und deren inhaltlichen Verknüpfungen trennen kann. Das Endergebnis ist, dass die Story keine Entwicklungspotential aufweist und die Geschichte nicht von der Stelle kommt. Langeweile ist hier vorprogrammiert.

Fazit: Trampolinsprünge, Slowmotion Fights und viel Langatmigkeit an verschiedenen schönen Schauplätzen erzeugen leider keinen durchgehend gelungenen reifen Film. Mit 105min ist das ohne brauchbare Action und konstruktiven Plots kaum erträglich.  Die Todespagode des gelben Tigers enthält wahrscheinlich die längste Sterbeszene der Filmgeschichte und rundet das Endergebnis unfreiwillig komisch ab. Stilistisch souverän, allerdings arm an Spannung und Motivation.

4/10


Gibt es für mich eine Zweitsichtung? Eher unwahrscheinlich, da ich bereits bei der ersten Konusmation, dreimal von der Mattscheibe geflüchtet bin. Ist mit schlichtweg zu langweilig.

Sammlung: Tolle BD Quali von Koch im Amaray. Ohne nennenswerte Extras. 5/10




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