Sonntag, 4. März 2018

Review: Camp - Tödliche Ferien - 2015

Die jungen Amerikaner Christy, Michelle und Will freuen sich auf einen entspannten Sommer unter der spanischen Sonne: In einem Ferienlager wollen sie als Betreuer einheimischen Kindern Englischunterricht geben. Doch schon bei ihrer Ankunft und der Einarbeitung durch den Campleiter Antonio kommen ihnen erste Zweifel. Das Camp entpuppt sich als heruntergekommenes Landhaus mitten im Nirgendwo und noch nicht einmal die Wasserversorgung funktioniert. Die merkwürdigen und aggressiven Bewohner eines Wohnwagens in unmittelbarer Nachbarschaft tragen auch nicht gerade zu mehr Wohlbefinden bei. - Offizielle Inhaltsangabe






Der morsche Trailer mit der ganzen Steadycam Action erzeugte bei mir von Beginn an eine tiefe Abneigung. Allerdings kommt der Debüt Film des Italiener Alberto Marini aus der Jaume Balagueró Schmiede und dieser ist ja fast immer ein Garant für soliden Horror. So wurde ich auch bei Summer Camp eines Besseren belehrt und bekomme einen überdurchschnittlichen Horrorfilm geliefert. Der attraktive Cast mit Maiara Walsh (Last Ship und Zombieland) sowie Jocelin Donahue (Insidious: Chapter 2)sorgen für den weiblichen Glanz und liefern eine durchwegs solide Performance ab. Wobei gerade die Hauptrolle in der Geschichte nicht genau definiert wird und dadurch immenses Entwicklungspotential erzeugt. Selbiges gilt für die inhaltliche Auflösung, des Überträgers und deren Quelle des "Virus". Hier baut der Film geschickte kriminalistische Tendenzen auf und entwickelt tolle Plots, die einen nicht vorausahnenden Ablauf konstruieren.

Summer Camp ist eine hochstehende Produktion, die visuell äusserst aufmerksam inszeniert wurde und gerade den Fan von kniffigen Plots, die ihre Auflösung in subtilen visuellen Darstellungen präsentiert, befriedigen wird. Das Setting ist stimmig und beschränkt sich auf wenige Schauplätze. Die Effekte sind handgemacht, verzichtet allerdings auf grössere Sauereien. Lieber konzentriert sich der Film, auf druckvolle und dynamische sowie psychologische Stärken und versucht erst gar nicht die üblichen klassischen stereotypischen Horrorcharaktere zu instrumentalisieren.


Fazit: Druckvoller und dynamischer Horrorfilm mit geifernden Wüterichen, die immensen Terror verbreiten. Da hat mich auch ausnahmsweise  die Steadycam bei der Action nicht gestört. Toller treibender Horrorbeitrag der nicht dem üblichen Muster folgt, sonder auch reisserische Wendungen parat hält. Tolles Regiedebüt!

Gibt es davon eine Zweitsichtung? Auf jeden Fall! Stark!

8/10



Sammlung:  Share 1 - Tolle Bildqualität, die auch die Nachtszenen gekonnt beleuchtet und somit zum wahren Genuss wird. Starke deutsche Synchro.




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