Dienstag, 27. März 2018

Review: Killing Soldier - 2017


Die Stunt Brüder Mark hauen hier ein recht interessanter Klopperfilm raus. Während der ältere Bruder James Mark die Geschichte schrieb und regiert, ist sein jüngerer Bruder Chris, damit beschäftigt die bösen Buben zu verkloppen. Jener diente bereits bei grösseren Hollywood Filme wie Suicid Squad oder Warcraft als Stunt Actor. Auch in Killing Soldier zeigt er sein ganzes Können und die Fights wissen zu unterhalten. Auch wenn das für meinen Geschmack etwas zu viel bei bei den kinetisch choreographierten Matrix Posen abgeguckt wurde, können die Kämpfe beeindrucken. Hier enttäuscht einzig die Audiospur mit dem Drum Kit Score, dass wenig Druck bei den Fights erzeugt und etwas mager erscheint.






Leider verhält es sich bei der Story, um die programmierte Kampfmaschine die ihre Kraft aus einer alternativen Welt bezieht ebenso. Das Ganze wirkt etwas verloren und somit wird der Zuschauer mit etlichen inhaltlich erklärenden Flashback, die allerdings lediglich den Filmrhythmus stören, drangsaliert. Die Story ist nicht wirklich aufregend oder neu und wird bei keiner Stelle des Films vertieft  - nicht einmal dann wenn wichtige Charaktere dahinscheiden. Mit Leuten von der Strasse beim Nebencast wirkt das Szenario auch deutlich uncharismatisch - Low Budget hin oder her, aber bei dieser tieftaurigen Grundstimmung, muss da schlichtweg mehr kommen. Die steifen Figuren, wirken fade und erzeugen keine Bindung. Dieses Manko entsteht leider des Öfteren bei Stuntfilmen.

Die drei grossen Actionsequenzen überzeugen mit einer wuchtigen Kampfchoreographie und einem erhöhten Härtegrad, täuschen jedoch nicht über den mangelhaften Showdown mit offenem Ende hinweg. Im Rahmen seiner Bedingungen funktioniert Killing Soldier sicherlich ganz gut, aber ob ich davon jetzt eine Fortsetzung brauche ist doch eher fragwürdig?

Fazit: Am besten die drei grossen Actionsequenzen geniessen und den konzeptlosen Inhalt wegdenken. Durchaus sehenswerter kanadischer Low Budget Stunt Klopperfilm, der mit moderaten technischen Möglichkeiten, Hollywood Blockbustern zeigt was möglich sein könnte. Die "Mark Brothers" zeigen dass sie durchaus eigenständig einen Klopperfilm choreographieren und inszenieren können, sich jedoch mit der Umsetzung der Dramaturgie des Stoffes ausserordentlich unglücklich anstellen.

5/10


Sammlung: BD Amaray (BB008) von Tiberius, die mit Marktschreiereien wie "Action wie The Raid", doch deutlich übers Ziel hinaus schiessen. Bild und Ton geht in Ordnung und unterstützen die kalte gläserne kanadische Optik. Null Extras! Deutsche Synchro kann man sich durchaus antun. Deutsche Subs liegen jedoch zu der Englischen Tonspur vor. 4/10




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