Dienstag, 6. März 2018

Review: The Wailing - Die Besessenen - 2017

In dem südkoreanischen Dorf Goksun, in waldiger Umgebung, wird eine Familie getötet. Die Tat scheint von einem Besessene ausgeübt zu sein. Als die Tochter eines Polizisten, der an den Untersuchungen beteiligt ist, ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legt, ist klar dass die Fälle zusammen hängen. Die Lösung des Problems: Ein Schamane muss her...

Immer wieder schwöre ich mir die Finger von diesen Südkoreanischen Filmen zu lassen. Da die Brüder es einfach nicht schaffen eine Geschichte auf den Punkt zu bringen. Da wird am Ende immer wieder aufs Neue, künstlich was dran gebastelt um das Prozedere unnötig in die Länge zu ziehen. Wie könnte es anders sein, trifft die auch auf die dritte Regiearbeit von Na Hong-jin zu.





Die Geduld des Zuschauers wird in den 156min gefordert. Wer sich jedoch Zeit nimmt, bekommt einige unkonventionelle Plots geboten. Da der Film vorwiegend von der düsteren Stimmung in Form von Regentagen lebt, sieht das auch visuelle ganz toll aus und zentriert die ländliche Gegend als Bühne. Der Cast ist nicht ganz so drüber, wie bei den meisten Produktion aus dieser Ecke - geht in Ordnung!

Der Film besitzt viele Ebenen. Irgendwo ist das ein Okkult Grusler, anderseits ein Polizeikrimi, aber ebenso kann The Wailing als Familiendrama herhalten. Von Festivals und dem Hauslabel abgefeiert, funktioniert der Film bei mir leider nur streckenweise. Dem Mittelteil mit seiner überlangen und auswuchernden Schamanensequenz, hätte dringend eine Straffung benötigt. Ebenso vermisse ich nach einer überkonstruierten und verwobenen Story, am Ende ein klärendes Ende. Aber auch hier kann sich der Film nicht entscheiden was er denn nun seien will. Dämonen Thriller oder Drama? Oder beides? Für eine Drama, wird hier einfach zu viel Härtegrad und expliziter Härtegrad aufgefahren, was zur Plakation führt. Für einen dämonischen Horrorthriller, besitzt der emotionale Familienanteil mit seiner hochgeschwängerten Gefühlswelt anderseits zu viel Gewicht.

Fazit: Mit 156min ist der Film eindeutig zu lange geraten und verliert immer wieder das inhaltliche Gleichgewicht und ergötzt sich an unnötiger Selbstinszenierung. Über Strecken bleibt das Horrorelement latent und entwickelt eine bedrohlich Grundstimmung. Gerade hier wächst die Stärke dieses ruhigen dämonischen Familiendramas.

Werde ich den Film nochmals gucken? Aus Gründen der 156min, ist damit in absehbarer Zeit nicht zu rechen.


6/10


Sammlung: Der Film wird nicht gekauft, da preislich noch zu hoch. Zur Zeit langt mir hier eine 720 im Datennirvana.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Birds of Prey - Angriff der Killervögel - Uncut - 1987

In Mexiko, Peru, Italien uns Spanien erheben sich die Vögel gegen die Menschen und wollen sich wegen deren radikalen Eingreifen in ihr Ö...