Freitag, 20. April 2018

Review: It Stains the Sands Red - 2016


Molly (Brittany Allen) ist mit ihrem Freund Nick in der Wüste von Nevada unterwegs, als ihr Wagen irgendwo im Nirgendwo stecken bleibt. Ungünstiger könnte der Moment nicht sein, denn sie befinden sich mitten in einer Apokalypse und ein Zombie nähert sich, der es auf Nicks Innereien abgesehen hat. Der entsetzten Molly bleibt nichts anderes übrig, als mit ihren hochhackigen Tretern quer durch die Wüste zu fliehen – stets mit ihrem hartnäckigen neuen Verehrer im Schlepptau. Bis an die Zähne bewaffnet mit Wodka, Kokain, Kippen und Tampons versucht sich die junge Frau in Richtung Zivilisation durchzuschlagen. Doch zwischen Hitze und dunklen Nächten wird ihr klar, dass eine wandelnde Leiche noch das Geringste ihrer Probleme ist. - Offizielle Inhaltsangabe




28° im April 2018, was liegt da näher als sich einen hitzigen und staubigen Wüstenzombie Movie einzuverleiben? It Stains the Sands Red von Colin Minihan, hatte ich schon lange in der Warteschleife, nur das Wetter passte nie zur Stimmung des Films. Die Atmosphäre in der Wüste und das Nevada Setting, schaffen eine unangenehme aber zu gleich, einzigartige Bühne um dieses Zombie Kammerspiel zu inszenieren. Brittany Allen (Jigsaw), als Molly wird zu einer One Women Show und gleichzeitig zum Magnet des Films. Ihre sexy Heroin Chic Performance mit den überwältigenden emotionalen Einbrüchen, haben mich beeindruckt - wäre schön die Dame einmal an einer Convention zu treffen.

Dramaturgisch hätte ich mir jetzt zwar etwas mehr Feingefühl bei der Originalität gewünscht. Das immer wieder Aufeinandertreffen von Molly und dem Zombie "Sack" besitzt zwar starke Ansätze, aber hätte ruhig noch etwas subtiler ausgebaut werden können. Hier fehlte mir etwas der Mut zum giftigen Sarkasmus. Stattdessen verliert sich die Story immer wieder, in der Gefühlswelt um Molly`s Vergangenheit und versteift sich zu sehr auf die Tränendrüsen Geschichte.

Neben den dramatischen und gesellschaftskritischen Twist, bekommt der Horror Fan und Gorehound, einige schöne und gekonnt choreographierte Effekte. Plotdigger EFX liefern eine klasse Arbeit ab und sorgen dafür, dass man zwischendurch die eine ander andere Schweinerei geboten kriegt - eine FSK 18 geht hier durchaus in Ordnung.
Am Ende wird dann  Plottechnisch etwas weit ausgeholt und dem Zuschauer chronologisch etwas zu viel zugemutet. Das hat mich immens gestört und ich mag es nicht mit so einem Cliffhanger abserviert zu werden, würde mir aber jeder Zeit gerne eine Fortsetzung geben. Schon alleine um die Sympathieträgerin Molly wieder zu sehen.

Fazit: Idealisierter, eleganter und hochstehender, sowie künstlerisch wertvoller B-Zombie, der dem Genre frischen Wind in die Segel bläst und einen der besten Filmtitel der Geschichte besitzt. Auch wenn das an einigen Stellen etwas zu viel Gefühlsduselei ist, schafft der Film mit seinen reisserischen Effekten ein tolle Balance. Brittany Allen, läuft trotz 40° auf Hochtouren und spielt sich in das Herz der Horrorfans.

8/10


Sammlung: Die Amaray BD von EuroVideo, mit Behind the Scene und On the Set (14min). Passender deutscher Synchro zum Indiefilm - also keine Amateur Pornostimmchen. Bild und Ton passen.






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