Dienstag, 3. April 2018

Serien: Ghost Wars


Porte Moore - 2017 - Eine Kleinstadt in Alaska wird von einem Erbeben heimgesucht. Die Ursache stammt aus den örtlichen industriellen Versuchslaboren, die mit ihren Experimenten die Katastrophe ausgelöst haben. Das Beben erweckt paranormale Phänomene in Form von Geistern, die die tiefsten Geheimnisse jedes Bewohner an den Tag bringen. Der örtliche Außenseiter Roman Mercer (Avan Jogia) besitzt die psychischen Kräfte mit den Geistern zu kommunizieren. Er wird zur einzigen Hoffnung der Gemeinde, sich den potenziell tödlichen übernatürlichen Kräften zu stellen.



Eigentlich wollte ich mich nicht mehr auf eine neue Serie einlassen, da auch meine Lebenszeit beschränkt ist und sich meine Sammlung ungesichteter Serien bis unter die Decke stapelt bzw, auf dem Rechner explodiert. Der Präsenz von Kim Coates ist es jedoch zu verdanken, dass ich auf die Serie aufmerksam wurde. Jenen hatte mich beim Fotoshooting an dern ComicCon in Berlin 2017 ziemlich in Verlegenheit gebracht. Inzwischen bin ich ein grosser Fan des Sons of Anarchy Stars geworden. Sein Charisma wertet jeden Film auf. Im Weiteren punktet die 13teilige Mystery Horror Serie mit einem Staraufgebot: Vincent D’Onofrio als Reverend Dan Carpenter und Meat Loaf als Doug Rennie werden zum Dreh und Angelpunkt. Gerade Meat Loaf läuft zur Höchstform auf und liefert in Episode 5 ein Glanzleistung ab. Bei den Damen bleibt Kandyse McClure als Dr. Landis Barker hängen.





Aber nicht nur der Cast sorgt für ein visuellen Schmankerl, sonder auch die hochstehen und aufwendigen Sets, sowie die wertvolle und intensive Bildgestaltung - die Farbkontraste sind eine Wucht. Die Episoden bauen auf etliche handgemachte Effekte, die zwischenzeitlich auch ziemlich gruselig und manchmal etwas gorig inszeniert wurden. Leider entwerten aufdringliche und pathetische CGI Gimmicks das Gesamtbild etwas ab. Gerade in der Naturkulisse sieht das CGI ziemlich unglücklich aus. Auch wenn die Serie hin und wieder den Fokus verliert, erzeugt die SyFy Original Produktion von Simon Barr (Continuum 2012-2015, 42 Epsidoen) viele interessante Wendungen. Jener hat hat das Finale gleich selbst regiert und das Ding dann auch selbstverschuldend in den Sand setzt. Bei Episode 9 und 11 hat kein geringere als Jasin Priestley aus Beverly Hills 90211 Regie geführt. Da kein Hauptcharakter aufgebaut wurde und einige Porte Moore Bewohner zu Trägerfiguren in Einzelepisoden werden, schafft das viel Raum und Abwechslung. Gerade diese Erzählstruktur mit dem  Charakteren Switchen des Figurenkarussell bedingt ein charmantes Eposelement, das ich ausserordentlich mag.
Aber am Ende haut dann Simon Barr ein richtig plumpes Ende heraus, dass mit einer Auflösung daher kommt, dass jede Logik hinterfragt: Wieso haben die Charaktere nicht bereits 3-4 Folgen mit dieser Lösung aufgewartet - richtig schwach!



Fazit: Stephen Kings The Dome und Koonz`s Thomas Odd treffen auf Jack Finneys Bodynatchers. Alles sehr aufwendig gestaltet, wird der Sehgenuss nur von einigen unharmonischen CGI`s gestört. Imposantes Kleinstadt Figurenkarussell, dass viel Atmosphäre erzeugt und mit einigen abstrusen Ideen für Respekt sorgt. Starker Mystery Horror, aus dem Jenseits, mit einem schwachen Beginn, einem Starken Mittelteil und einem hanebüchen und lumpenhaften Finale. Das hat man am Ende mal so richtig in den Sand gesetzt.

5/10
Nachtrag 23.4.2018 - Serie wurde eingestellt.

Sammlung: Netflix - Serien2




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