Dienstag, 10. Juli 2018

Cross Bearer - 2012




Heather ist eine Stripperin, die nur eins will. Raus. Raus aus ihrem beschissenen Leben, raus aus ihrem miesen Job und raus aus der Gesellschaft, die sie gefangen hält. So beschließt sie, zusammen mit ihrer Liebhaberin Bunny die Flucht zu ergreifen. Doch ein religiöser Fanatiker hat es sich zur Aufgabe gemacht, unsere Welt vom niederen Abschaum der Gesellschaft zu befreien. Bewaffnet mit einem Zimmererhammer und einer leidenschaftlichen Besessenheit, mordet sich der „Kreuzträger“ durch die Stadt. Auf ihrem Weg in eine neue Zukunft treffen auch Heather und Bunny auf den gnadenlosen Killer. Und schon hat der Wettlauf um ihr eigenes Leben begonnen. Amen. - Offizielle Inhaltsangabe


Adam Ahlbrandt inszeniert mit Cross Bearer ein soliden Independent Splatter und durchwegs ernst zu nehmenden Genrebeitrag. Es entsteht ein Low Budget Slasher, von Fans für Fans. Gerade dies sollte man diesem unterhaltsamen Indiespothlight gutschreiben. Der Cast besteht vorwiegend aus einem Laientheater, die sich keine Blösse geben und sich ordentlich ins Zeug legen. Die attraktiven Damen ziehen blank und so wird die eine oder andere Atempause mit nackten Brüsten und lesbischen Einlagen überbrückt. Die Grundstimmung wurde gekonnt in stimmen Setdesign einer Lagerhalle oder Abrissbauten aufgebaut und fangen die asoziale Haltung um die gescheiterten Charaktere souverän ein.

Optisch ist das stimmig und von der Besetzung zum Besten gegeben, liegt der Dialog leider brach. Hier wird auf dem Minimum eines Wortschatzes gearbeitet der vorwiegend auf Kraftausdrücken und den religiösen Ansichten des Killers beruht. Schade, den hier entsteht ein durchzogene akustische Reizung, die dem Gesamtpaket einen unnötigen billigen Ausdruck verpassen. So einfallslos die Dialoge, kommen leider auch die Kills rüber. Die Hammereinschläge auf den Hinterkopf bereichern nicht nur das Denkvermögen des Opfers, sondern wirken relativ schnell abgenutzt und kraftlos. Dazu kommt die etwas schäbige Choreographie bei den heruntergekurbelten Tötungen. Hier entsteht eine weiter und leider unverzeihbares Manko des ansonsten ansehnlichen Gewaltfilms.

Fazit: Starkes und liebevoll gestaltetes Indiespotlight, mit dem Herz am rechten Fleck. Leider trifft der Hammer nicht jedes sensible Köperteil und die Gewalteinlagen wirken einfallslos und arm. Die Abstinenz von grösseren Schweinerein, lassen das Gesamtpaket derweilen etwas zahm wirken. Dafür macht es der Cast und viel nackte Haut weg. Für Gore und Slasherfans und für Freunde von kleinen Produktionen, die von Fans für Fans gemacht werden, ist Cross Bearer allemal einen Filmausflug wert. Wer keine Zugang zum Indie Look und Amateurfilmbereich hat, sollte lieber die Finger von diesem Blut und Tittenfilm lassen.

6/10



2. Sichtung am 4.12.2017 : Bei der ersten Sichtung war ich noch Admin beim Gorehound Forum und etwas kritischer. Bei der Zweitsichtung störten mich auch das religiöse Geschwafel nicht mehr so. Optik und Look gefallen mir immer noch. Inzwischen schätze ich auch die Schönheiten des Films mehr - tolle Bräute! 6/10


Sammlung: Das Mediabook von ILLUSIONS UNLTD. films (Lim. Col. Ed.) (Cover C) 422/666, mit Original Ton und deutschen Subs. Starke Bild und Ton Qualität für diesen Indiesplatter.




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