Sonntag, 5. August 2018

Belmondo Edition: Box02





Der Köper meines Feindes - 1976 

Leclercq (Belmondo) kommt nach dem Mord an einem Paar in seinem Club Number One nach 7 Jahren aus dem Knast. Auf der Suche nach den Leuten die ihn den Doppelmord angehängt hat, verliert sich Leclercq in philosophischen Monologen zwischen Rückblicken und der Gegenwart. Wer hier einen Hau drauf Belmonod in Action erwartet wird enttäuscht werden. Es gibt kaum Kloppereien mit der Knautschnase und wenig Spektakel. Belmondo sichtlich überfordert in dem schleppenden Aufbau in Henri Verneuil Kriminalstück, dass ziemlich schwer in die Gänge kommt. Die Abwesenhet von Spannung und dramatischer Intensität, sorgte dann auch das der Film an den Kassen floppte und bis heute kaum beim Publikum punktet. Beim Cast blieb nur Bernard Blier hängen, ansonsten klassische Hauts-de-France Sets aus Lille (im Film die Textil Stadt Cournai) und nostalgische Noir Geschichtenkonstrukt, das intelligenter sein möchte, als es in Wirklichkeit ist. Wer Belmondo abseits der üblichen Clown Nummern mit deutscher Spass-Synchro sehen möchte, sollte hier eine Blick riskieren. Toller und bleibender Soundtrack von Francis Lai. 6/10




Der Uverbesserliche - 1975

Mir liegen die Philippe de Broca/Belmondo Filme am Herzen und gehören für mich zu den besten Arbeiten der Knautschnase. Leider zählt Der Unverbesserliche nicht dazu. Schon als Kind fand ich den überzogen und hab den erst vor kurzem erneut gesichtet und fand den echt drüber. Belmondo wird zur One Man Show und fällt vollkommen aus dem Rahmen - er schlüpft in nicht weniger als 9 Figuren. Sein ganzes Gezappel macht mich ganz wuschig und kaum eine Pointe sitzt. Auch die Rainer Brandt Synchro zündet nicht wirklich und nervt an einige Stellen immens. Das wirkt auf mich heute wie damals zu infantil und oft dümmlich, als dass mich das unterhalten könnte. Teilweise schon fast zum fremdschämen. 3/10






Der Greifer - 1976

Der Greifer (Belmondo) wird unautorisiert von einem Polizisten gerufen um die schwierigen und dreckigen Fälle zu lösen. Doch einigen Leuten stören sich an den Greifers Praktiken und tollerieren seine Dienst nicht und stellen dem Greifer eine Falle. Zur selben Zeit, wird der Greifer auf Das Biest angesetzt - Frankreich gefährlichster Gangster. Der Greifer von ....hat einen bessre Ruf, als der Film im Gesamtpaket erscheint, Er weist eine irrationale Zeitebene auf, an der ich mich immens gestört habe. Alles liegt auf dem Weg des Greifers und das eigentliche interessante Ziel - der Showdown mit dem Biest, wird als Randnotiz bearbeitet. Zwischendurch wird Belmondo durch gewisse hanebüchen Actionszenarien choreographiert, die nett anzugucken sind, dem eigentlichen Film jedoch nicht behilflich sind. Der Movie lebt von seinem Look und dem muffigen Grundton der wirklich sehenswert ist. Rainder Bradt`s Spasssynchro hätte ich hier nicht gebraucht - hält sich auch für einmal etwas zurück.

Auch wenn der Film einen etwas komischen Rhythmus aufweist und ich nicht wirklich rein komme, erarbeitet sich der Film eine gewisse Magie der ich mich nicht entziehen kann. 8/10




Die Glorreichen - 1984

Was als doch recht interessanter und zu Beginn auch harter Actioner startet, verwandelt sich relatov schnell in eine typisch französische Klamotte, bei dem Belmondo zum Dreh und Angelpunkt wird. Für einmal gefällt mir die Rainer Brandt Synchro und startet einige tolle Pointen. Inhaltlich etwas planlos und ein schier dämliches Ende, schliessen das Gesamtpaket doch ziemlich unwürdig ab. Hätte mir hier mehr seriöse Action an einem Setting und mehr Heist gewünscht, statt die klassische Belmondo Performance. Bei der Besetzung habe ich mich über Matthias Habich gefreut, ansonsten beherrscht Belmondo das Geschehen. Unterhaltung ist in dieser Krieg Klamotte um das französische Gold ist garantiert. 6/10


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