Donnerstag, 6. September 2018

Kid Galahad - 1962


Frisch aus der Armee entlassen und auf der Suche nach einem Job läuft Walter Gulick dem überschuldeten Boxtrainer Willy Grogan in die Arme. Der möchte den unerfahrenen Walter zunächst im Kampf gegen den brutalen Boxer Shakes verheizen. Aber im Übungsring schlägt der junge Wilde den Favoriten mit einer gezielten Rechten k.o. Grogan wittert seine große Chance: Er will Walter zum Champion machen und sich dadurch von seinen Schulden bei Gangsterboss Otto Danzig befreien.
Der sensible Walter gerät zwischen alle Fronten und muss – um sich zu retten und die Liebe der jungen Schwester Grogans zu gewinnen – seine Durchsetzungskraft auch außerhalb des Rings unter Beweis stellen.

Offizielle Inhaltsangabe



Auch als Elvis Presley Hardcore Fan, muss man sich eingestehen, dass es nicht wirklich viel gute Movies mit dem King gibt. Sein 10. Film Kid Galahad gehört jedoch zu diesen wenigen Ausnahmen. Auch wenn es sich hierbei um ein Remake aus dem Jahre 1937 handelt, ist es gerade die Stimmung und die Outdoor Sets in der kalifornischen Bergen sowie die attraktive Hidden Lodge, die für die visuellen Höhepunkte verantwortlich sind und den Film gut aussehn lassen. Die Romanvorlage von Francis Wallace ist etwas löcherig und inszeniert den ritterlichen Calahad, ohne Ecken und Konturen - perfekt auf das Elvis Image zugeschnitten. Alles wunderbar geleckt und für die Fanbase zurechtgestutzt.

Bei dem Cast sei kurz Gig Young Schicksal zu erwähnen. Der Oscarpreisträger Gig Young (Willy im Film) beendete seine alkoholgetränktes Leben, mit dem Mord an seiner letzten und 5. Ehefrau, bevor er sich dann anschliessend selbst richtete. Lola Albright ist für den weiblichen Sex Appel verantwortlich und dient ausnahmsweise nicht nur als Bunnys des Kings. Ansonsten mischt hier der später Hollywood Star Charles Bronson mit, der während den Dreharbeiten sehr kühl agierte und keinen Kontakt zur Crews suchte. Wie immer eilt im der Ruf als überzogener und distanzierter Artgenosse voraus. Bud Spencer bestätigte dies in seiner Biographie, als er Bronson am Set von Spiel mir das Lied vom Tod traf und sich mit harten und überzogenen harten Händeschütteln, bei Spencer das Revier abstecken wollte. Natürlich ging Bud als Sieger von diesem Händeschütteln vom Set.

Fazit: Kid Galahad kann man sich geben, obwohl ich nach Jahrzehnten von der Ausuferung und Extrovertiertheit des Kings, der mit seinem Schimpansen auf der Memphis Mafia Ranch lebte, inzwischen kaum noch Notiz nehme und den King lieber nur noch höre statt sehe. Aber auch in Galahad störten mich dies dümmlichen und naiven Musikeinlagen. Ein klassischer Boxsport Film sieht anders aus! Aus Nostalgie Gründen nehme ich Kenntnis von dieser Art Film.

6/10

Sammlung: Die BD von Exposiv Media besitzt ein souveränes Bild und Ton ohne visuelle Extras. Dafür ein nettes Booklet mit einigen oben erwähnten Infos.





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