Sonntag, 25. November 2018

A Quiet Place - 2018



Nichts ist mehr so wie früher, seit die Erde von mysteriösen, tödlichen Aliens überrannt wurde, denen Kugeln und Bomben nichts anhaben. Die Kreaturen sind außerdem deswegen so gefährlich, weil sie durch die leisesten Geräusche angelockt werden. Nur wenige Menschen wurden bisher nicht von den Monstern getötet – zu den Überlebenden gehört die Familie eines Mannes (John Krasinski). Er hat sich, seiner Frau (Emily Blunt) und den drei Kindern (Millicent Simmonds, Noah Jupe, Cade Woodward) die ganz wichtige Regel auferlegt, bloß keine Geräusche zu machen! Am 89. Tag der Invasion ist die Familie, die sich nur durch Zeichensprache verständigt, im verlassenen New York unterwegs. Beau, einer der Söhne, entdeckt in einem Laden ein batteriebetriebenes Spielzeug-Weltraumshuttle. Der Papa verbietet, dass Beau den Fund behält, aber der Junge nimmt das geräuschvolle Spielzeug dennoch mit nach draußen…

Offizielle Inhaltsangabe



John Krasinski hatte mich bereits mit 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi (2016) überzeugt. Mit A Quiet Place widmet er sich nun einer Endzeit Horrorgeschichte, bei der er gleich selbst Regie führt und seine Frau Emily Blunt, als seine Filmfrau besetzt. Vorwiegend konnte mich jedoch das Spiel der wirklich taubstummen Millicent Simmonds als Tochter Regan Abbott überzeugen. Ihr Schauspiel ist matchentscheidend,  da ihr essentieller Ausdruck für eine nahbare epische Realität sorgt, die von den gutgetricksten CGI Monstern drangsaliert wird. Als Schauplatz gilt Iowa, in dem die Familie Abbott in einem Haus neben einem Getreidespeicher, auf die Geburt ihres Kindes wartet. Schon alleine dieses unvorstellbare Szenario, in einer Welt in der man Geräuschlos leben muss, eine Kind zu gebären und aufzuziehen, bietet genügen Filmstoff. Gerade bei diesen Spannungsmoment kommt man als Zuschauer den Figuren ziemlich nahe.

Der Film wurde merklich angehypt und zurecht als hochwertiges Horror Familiendrama angekündigt, der eine durchschlagende Balance zwischen Fantastik und Drama erzeugt. Für einmal riskiert man etwas und bietet dem Zuschauer und Genre Freund einen Film, in dem kaum 4 Minuten (ansonsten kommuniziert man per Gebärdensprache) gesprochen wird und bekommt wunschgemäss und verdient die Standing Ovation des Publikum. Das Kammerspiel wurde spannungsreich inszeniert und entwickelt einige treibende Adrenalin Punchlines. Das visuell fantastische Element wurde effektvoll getrickst, fühlt sich an diversen Stellen konträr dazu etwas phrasenhaft artifiziell an. Da wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen. Aber trotz plakativen Schauwerten, findet der Film immer wieder zurück zu emotional überwältigenden Basis und kriegt auch an den wichtigen Stellen den Drive, dem Publikum jederzeit mit einer hochstehenden Kameraarbeit an sich zu ketten. Wem das noch nicht genügt, bekommt sicherlich von Marco Beltrami`s Piano Score einen Kloss im Hals - wunderbar herzzerreissend!

Fazit: 7 Darsteller, 4min Dialog und eine tiefst bedrohliche Tristess, treiben die Geschichte bis zur letzten Sekunde voran. John Krasinski ist hier ein risikofreudiges Endzeit Horror Drama gelungen, dass nach einer Fortsetzung schreit. Aufwühlendes und stilisierte Fantastik, dass die Konkurrenz weit hinter sich lässt. Muss man gesehen haben!

9/10

Sammlung: BD Amaray von Paramount, mit tollen informativen Nuggets - Making of`s. Bild und Ton sind sauber und hochstehend. 8/10



Kommentare:

  1. Der war/ist klasse - und ein zweiter Film ist in Vorbereitung. Krasinski setzt dann natürlich wieder seine Gattin gut in Szene - gehe ich von aus. DEr Film war einfach beeindruckend.

    Gruß
    Harry

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    1. Coole News. Da muss einfach ne Fortsetzung her.

      Gruss zult

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Musik: Kiefer Sutherland - Open Road

Dämlicher Hut und ein noch schlapperes Video, aber singen kann er mit seiner kalten düsteren Stimme.