Freitag, 9. November 2018

Freakshow - 1988


Mill Basin, ein kleines Provinznest im amerikanischen Mittelwesten. Die Jugend des amerikanischen Provinznests fiebert dem viertägigen Rockspektakel mit dem Auftritt der Heavy-Metal-Band „Black Roses“ entgegen. Endlich Gelegenheit den langweiligen Schulunterricht und das frustrierende Elternhaus zu vergessen. Die braven Bürger der Stadt wollen das Konzert wegen blasphemischer Texte der Gruppe verbieten. Doch Lehrer Moorhouse will seinen Schülern den Spaß nicht verderben. Beim ersten Sound aus der Megawatt-Anlage sind alle wie elektrisiert und als Damien zum Mikrofon greift ist buchstäblich die Hölle los. Als Moorhouse bemerkt, dass die Musik wie eine Droge wirkt, ist es bereits zu spät. Die total entfesselte Jugend gerät außer Rand und Band und schreckt vor nichts zurück. Es gibt die ersten Toten. Verzweifelt versucht Moorhouse seine attraktive Lieblingsschülerin Julie zu retten, bevor auch sie dem Taumel des teuflischen Sounds verfällt. Er muss verhindern, dass die Band ihre „Tournee des Terrors“ fortsetzt, bevor der Funke des Wahnsinns auf ganz Amerika überspringt. Schlagzeug-Gott Carmine Appice, ein Idol der Musikerwelt, trommelt sich als Mitglied von „Black Roses“ die Seele aus dem Leib. Eine Paradrolle für Appice. Der Film ist unterlegt mit einem „höllischen“ Soundtrack von Rock und Heavy Metal Klassikern von Bands wie Lizzy Borden, Bang Tango oder King Kobra, sowie vier extra für diesen Film geschriebenen Songs von den Musikern der Filmband Black Roses

Offizielle Inhaltsangabe



Äusserst zäh und sperrig inszeniert, verliert der Film wichtige Runtime im Schulzimmer, in der lahmen Philosophiestunde des Teachers. Die wenigen ulkigen Kostüm Soundeinlagen der Band Black Rose, sowie 2-3 hammergeilen handgefickten Effekte, bilden die wenigen Höhepunkte, dieser schrulligen 80er Vorstadt Horrorkiste. Ich fand das wenige treibend und hab mich trotz kurzen 84min an diversen Stellen immens gelangweilt. Dem Filminhalt fehlt es an Punchlines und dem Vermögen nur ansatzweise Bindung bei mir zu erzeugen. Ich mag solche 80er Jahre Videotheken Perlen, aber bei Freakshow waren mir schlichtweg zu wenig Freaks in der Show.  Es ensteht keine wirklich tragende und funktionale Hauptfigur, da das Script schlichtweg keine Sympathieträger konstruiert und das Casting etwas unterbesetzt wirkt. Da blieb bei mir nur Sopranos Star Vincent Pastore hängen.

Der Film von Regisseur John Fasano, wird an diversen Ecken im Internet als Kultfilm gehandelt. Ich sehe da abgesehen von einigen wenigen soliden handgemachten FX, nur eine tragische Langatmigkeit, bei dem das Outfit der Heavy Metal band Black Rose, einzig zur Unterhaltung beiträgt.

Fazit: Für einen Film, der sich der Thematik der Musik im Horrorfilm widmet, erzeugt das zu wenig Rhythmus. Alles sehr shlockig gemacht, nimmt der Film sich mit seinem Subtex viel zu ernst und vergisst, dass sein Zielpublikum keine ellenlange Philosophievorträge im Klassenzimmer hören will, sondern liebe Heavy Metal hören wollen und von dem gibt es schlichtweg zu wenig.

4/10


Sammlung: Das Mediabook von NSM. Bild und Ton gehen klar. Als Extras gibt es den Hamma Sountrack. Tolle Infos im Booklet. Vö kann sich sehen lassen. 7/10



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