Freitag, 30. November 2018

Ghost Killer - 1977


Die Familie Douglas wird von mehreren seltsamen Ereignissen heimgesucht. Der 15-jährige Sohn Mark leidet unter einer Migräne, seine Mutter Alice hatte einen Nervenzusammenbruch und sein Grossvater fiel einer Herzattacke zum Opfer. Die besorgte Grossmutter Alice sucht daher Hilfe bei der Psychologin Dr. Sills, die dem Ganzen auf den Grund gehen soll. Mit Hilfe von Hypnose stellt sich heraus, dass alles mit einem Ausflug in die Wüste begonnen hat, bei dem Alice mit Mumien eines Indianerstammes in Berührung kam. Als sich Marks Zustand weiter verschlimmert, beschliesst Sills, mit den Familienmitgliedern zum Ort des Geschehens zurückzukehren, wodurch der wahre Alptraum erst beginnt ...

Offizielle Inhaltsangabe



Relativ unbekannter Mystery Horror Shlocker aus den späten 70er, der eine durchgehend beklemmende Atomsphäre erschafft, die mich als Zuschauer echt runter gezogen hat. Auch wenn das inhaltlich wenig reisserisch inszeniert wurde und nie in die Gänge kommt, so punktet Ghosts That Still Walk, mit seiner klagend wehmütige Disponiertheit und erzeugt dabei eine abgestorben traurige Grundstimmung. Jedes positiv aufkommenden Gefühl bei einer der Figuren, endet recht schnell in einem psychologisch traumatischen Ablauf, der durchgängig für die asketische Bildsprache verantwortlich ist. Die Charaktere sind zum scheitern verurteilt und werden abgesehen von Ann Nelson, vorwiegend von einem Amateur Cast wiedergegeben.

Die Story um die Hohokam-Indianer und die Mumie, die den Einfluss auf die Familie ausübt, ist äusserts träge serviert und verknüpft ein menschenleeres Setting, mit dem Minimum an menschlicher Darstellung. Wobei Ghost Killer das unmögliche gelingt und es schafft einen langweilige Geschichte, spannend und belastend zu inszenieren. 

Die Trickkiste hat von Top bis Flop leider alles zu bieten. Auf einer Seite bekommt man wohl die schlechtes Mumien Dummy der Filmgeschichte geboten, auf der anderen Seite eine Hammer Wüstenszene mit fliegenden Steinen, die echt Kultpotential aufweist. Selbiges trifft auch auf den Score zu, der sich aus linearen treibenden Geräuschkulissen zusammen setzt und den entlehnten Songs aus Spider Baby. Wobei das eher als Huldigung statt ripp off zu erklären ist.

Fazit: Regisseur James T. Flocker, ist hier ein starker und hoffnungsloser Film gelungen, der auf einer beängstigenden Meta Ebene funktioniert, wie es heute kaum noch ein Film schafft. Menschenleere Setting und verlorene Charaktere, finden sich in einer schleppenden Erzählstruktur wieder, die einen  knochentrockenen bedrückenden Schauer erzeugen.

6/10

Sammlung. Die klein Hartbox von cmv 109 kann ich empfehlen. Die Vö wurde nicht totgefiltert und würdig mit deutschen Stimmen ausgestattet. Null Extras. Artwork gefällt. 4/10



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News KW 24-2021