Mittwoch, 7. November 2018

Red Eagle - 1988


Nachdem ein hochmoderner Kampfjet der U.S. Air Force südlich von Malta ins Meer stürzt wird die malerische Insel zum Mittelpunkt des Kalten Krieges. Es bleibt nur wenig Zeit für die beiden Supermächte. Jeder will zuerst in den Besitz der neuartigen Technologie an Bord des Kampfflugzeugs gelangen, vor allem an das neuartige Laserlenksystem. Die Top Agenten beider Seiten stellen sich zum tödlichen Reigen auf. Ost gegen West, KGB gegen CIA, Andrei (Jean Claude van Damme) gegen Ken Tani (Sho Kosugi). Doch die Sowjets wollen sich nicht nur auf ihren besten Mann verlassen. Als sie Kens Söhne und seine Freundin Patricia Parker kidnappen, wird die Sache für Ken persönlich. Von nun an gibt es für ihn kein Halten mehr…

Offizielle Inhaltsangabe



Auch für Genrefreunde wird Red Eagle zu einer Geduldsprobe. Wobei die deutsche Übersetzung von Red Eagle zu Black Eagle noch das putzigste an dem Bond rip-off ist - aber hier haben die Deutschen wohl den Subtext des Kommunismus nicht verstanden. Lange Rede kurzer Sinn, Regisseur Eric Karson (Produzent von Leon - 1990) zeigt hier ein zähes Agenten Versatzstück, dass wenig Spannung und noch weniger Action erzeugt. Sho Kosugi sackt hier die Hauptrolle ein und der damals aufstrebende Jean Claude van Damme, macht seinen Widersacher und legt sich in zwei eher harmlosen Schlägereien mit dem Japaner an. Alles sehr lahm und ohne Antrieb heruntergekurbelt, wird die Kamera und das schöne Malta Setting zum eigentlich Star von Red Eagle. Ansonsten verliert sich die Geschichte in den Familienbalgereien mit Kosugis Söhnen - gerade der Directors Cut wird hier zum reinen Familienurlaub Film degradiert. Stilistisch attraktiv, jedoch dramaturgisch lahm, wird Red Eagle nicht zum gewünschten Körperfilm

Fazit: Schön das es Kosugi zu einer Hauptrolle geschafft hat. Aber Regisseur Eric Karson schafft es nicht das Star Ensemble mit Kosugi und JCVD würdig genug in Szene zusetzten. Echt Perlen vor die Säue geschmissen. Selbst Jean Claude van Damme, darf hier nur in zwei Kurzauftritten seinen Spagat zelebrieren. Ärgerlich wenn man bedenkt, da das Malta Setting eine grandiose Kulisse bietet. Aber ne, das war nichts. Videotheken Leihvideo aus den 80er.

4/10

Sammlung: Das Inked Picture Mediabook, das auf 244/250 limitiert wurde ist ein Repack der Classic Cult Collection und besitzt den Directos Cut. CCC steht immer für Qualität und so gibt es auch diesen Film, in bester Qualität und einem ansehnlichen Master. Der Directors Cut braucht man als Action Freund nicht zusehen, da die Erweiterung nur das Zusammentreffen, mit Kosugi und seinen beiden Söhnen Kane und Shane inszeniert, in denen Sho seinen Kinder was vom Schwarzen Adler predigt oder mit den Balgen Fussball spielt. Kann man sich höchstens als Familienfreund geben. 6/10




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