Montag, 14. Januar 2019

Humongous - 1982


Ein harmloser Bootsausflug von fünf Teenagern endet in einem entsetzlichen Alptraum. Sie werden im Nebel auf eine geheimnisvolle Insel namens Dog Island verschlagen. Hier hausen nicht nur wilde Hunde, nach denen die Insel benannt wurde, sondern auch ein mörderisches Wesen mit unfassbaren Kräften. Keiner hat es jemals gesehen. Ist es Mensch oder Tier? Nachdem ihr Boot auf Grund gelaufen und in Flammen aufgegangen ist, suchen die Jugendlichen eine Bleibe und stoßen dabei auf bestialisch zugerichtete Tierkadaver. Doch das alles soll erst der Anfang sein, denn für alle, die das furchtbare Geheimnis von Dog Island lüften wollen, ist der Preis sehr hoch...

Offizielle Inhaltsangabe



Neben Prom Night - Die Nacht des Schlächters (1980), ist Paul Lynch zweiter Slasher und somit letzter Genrebeitrag, Humongous ein knochentrockener und träger Schlitzerfilm. Umgeben von einer tiefen Traurigkeit, setzt man bei Humongous vollumfänglich auf Atmosphäre. Muffiges Interieur, dreckiges Setting und die rohe kanadische Hunde Insel Optik in Georgetown, sorgt für die düstere Stimmung. Mit expliziten Splatter Effekten, wird sparsam umgegangen und nur an wenigen Stellen dem Zuschauer als wohldosiertes Handwerk offeriert. Vorwiegend wird in schwach ausgeleuchteten Schauplätzen im tiefen Schwarz skizzierte Abläufe inszeniert. Richtig viel zu sehen bekommt man von dem Killer mit Akromegalie nicht - der Slasher agiert vorwiegend im Dunkeln. Die Maske, Gestik und emotionalen Ausbrüche des Killers, könnten für die Grundlage von Adam Green`s Victor Crowley stammen. Ebenso die Angst der Isolation auf der Insel erinnert an Green`s Franchise, jedoch ohne den Fun Splatter. Auch die Familienthematik weist in Humongous, Ähnlichkeiten auf.

Fazit: Inselslasher, weg von der urbanen Peripherie, der mit düsteren Isolation und seiner Antriebslosigkeit für ein greifbare Tonalität sorgt. Wenig Plakation, dafür gleich zu Beginn mit einer derben Missbrauchsszene, richtungsweisend den Takt für eine realitätsnahe Optik setzt. Wer sich von den endlosen Splattereinlagen  des Slasher satt gesehen hat und atmosphärisch dichter Grusel Horror Slasher sehen möchte, muss Humongous, gesehen haben.

6/10

Sammlung: Das MB von cmv würde ich nochmals kaufe. Tolle Bild und Tonspur, sowie passender deutscher Synchro. Das Kellerbach Booklet sorgt für viele schmackhafte Nuggets. Tolles Cover Artwork. UNCUT und somit mit der harten Eröffnungsszene!! Limited Edition 131/333. 7/10



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Musik: Kiefer Sutherland - Open Road

Dämlicher Hut und ein noch schlapperes Video, aber singen kann er mit seiner kalten düsteren Stimme.