Samstag, 23. Februar 2019

Weekend of Hell 2018: Fred "Black Hammer" Williamson


Fred Williamson einmal live zu treffen und dann noch eine Fotoshooting mit dem Black Hammer war ein grosser Moment in meinem Filmsammlerleben. Am Weekend of Hell im November 2018, sollte es dann endlich soweit sein und ich so stand ich dem ehemaligen National Football League Giganten gegenüber. Das eigentliche Event Highlight war jedoch Steven Seagal - aber dazu möchte ich hier jetzt echt nichts mehr schreiben. Nach dem Early Bird Ticket und der kurzen Pause in der Warteschlange stürzte ich mich in die Halle und schaffte mir erst mal einen Überblick und wollte mir bei dem einen oder anderen Darsteller gleich ohne grössere Wartezeiten meine Filme und Bilder signieren lassen. Leider nehmen es die Promis nicht so genau mit der Pünktlichkeit und schlafen lieber etwas länger aus und somit waren die Stände alle leer - bis auf Fred Williamson, der stand bereits für seine Fans bereit.

Somit nahm ich mit meinem zuvor erworbenen Ticket Anlauf und wollte mir die beiden Mediabooks von The Riffs und Night Vision signieren lassen. Beim Stand wollte seine zugewiesene Order jedoch, mein Ticket nicht annehmen: Mein Ticket sei nicht zum scannen und ich müsse den Fetzten an der Kasse erneut in einen Bon umtauschen. Totale angepisst von der beschissenen Organisation des WoH, dass mich ja im April zuvor bereits mit Bruce Campbell so richtig enttäuscht hatte, machte ich mich zurück an die Kasse. Natürlich war die Schlange inzwischen gewachsen und verdammt lang. Ohne Erbarmen und Widerworte meiner Artgenossen stellte ich mich stinke sauer direkt an die Front. Bin ja sonst  nicht der Kassenvordrängler, aber hier hatte ich echt die Schnauze voll. Die Dame tauschte mein Ticket in ein rosarotes Bratwursttickt und somit ging es zurück zu Fred. Inzwischen war die Schlange hier natürlich auch länger und das Warten ging aufs Neue los - kennt ihre den Al Bundy Fluch? Ich glaube der hat mich echt befallen!

Als ich dann endlich vor Fred stand, wurde ich von seiner Grösse und Präsenz schlichtweg erschlagen. Nach einer herzlichen Begrüssung und einem kurzen Kräftmessen im Händedrücken legte ich ihm die MB`s vor. Er freute sich sehr über beide Veröffentlichungen und besonders an Riffs erinnerte er sich gern. Mein Augenmerk galt jedoch auf Night Visison, da er ja hier den Film mitproduzierte. Die beiden Mediabooks vor ihm ausgebreitet, wie Jemand der ein Portfolio durcharbeitet, guckte er sich Night Vision etwas näher an. Um ihm etwa Gutes zu tun und in den Arsch zu kriechen, sagte ich Fred dann das Night Vision ein sehr guter Film gewesen sei. Mit seinem berüchtigten charmanten Mundwinkelgrinsen, wollte er jedoch davon wenig wissen und meinte dass Night Vsion mit grossen Problemen im Vorfeld bis hin zur Ausführung zu kämpfen hatte. Froh über seine ehrliche Aussage und seine Echtheit, traf ich ihn später beim Shooting nochmals.





Turbulenzen beim Shooting

Nach dem Seagal Desaster, war Fred mein letztes von drei Shootings an diesem. Die Schlange war kurz und Black Hammer ganz in black gekleidet und sichtlich in bester Stimmung. Als ich dann an der Reihe war und vor der Kamera stand, hatte Williamson das wohl etwas falsch interpretiert und dachte wohl dass, das Shooting bereits zu Ende sei. Da hinter mir noch einige Leute standen, musste man Fred zurück holen und beide total peinlich berührt von dem kleinen Missverständnis kam es zu einem Hammer Bild in dem beide es faustdick hinter den Ohren haben und das Spässchen für immer verewigt wurde. Inzwischen wenn ich das Bild angucke, sehe ich da neben Black Hammer echt aus wie ein dünnes Weissbrot - schon alleine seins Faust verschlingt 1/4 meines Unterarms. Echt ein tolles Black and White Pärchen.

Das Ende

Als sich das doch recht tolle Event trotz organisatorischen Tiefen, dem Fehlen von Scannergeräten und späten Ankündigungen verschiedener Gäste, dem Ende näherte und sich die Halle so langsam leerte und die Stände nur noch als stillgelegtes Monument für den nächsten Tag dienten, stand Fred Williamson immer noch stehend an seinem Stand und gab Nachzüglern die letzten Autogramme. Während alle sonstigen Promis (abgesehen von Robert Englund) bereits in der Limousine, zurück in ihr 5 Sterne Hotel sassen, oder gerade bei der Massage waren um ihre vom Signieren entzündeten Handgelenke zu verwöhnen, stand Fred immer noch seinen Mann. Ach ja, hab ich schon erwähnt dass, Fred Williamson 80 Jahre alt ist!!!! Chapeau!!

Pro Signatur 25.00

4 Kommentare:

  1. Ich seh den ja auch gerne. Und wie gewünscht, werde ich das auch bei uns dann mal vorstellen.
    Nightvisons war für mich aber nicht unbedingt DER Bringer. Musste halt sein wegen fred.

    Gruß
    Harry

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  2. Fred Williamson habe ich das erste Mal 2010 auf dem Weekend of Horrors in der Weltstadt Bottrop getroffen.Ich erinnere mich vor allem noch immer sehr gerne an seinen Q&A-Auftritt zusammen mit Tom Savini und Danny Trejo.Alle drei waren extrem gut drauf und nahmen sich während der Fragerunde oft gegenseitig auf die Schüppe.

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  3. Danny in Bottrop? Bitte schön:

    https://shaneschofield.blogspot.com/2010/11/danny-trejo-in-bottrop.html

    Der armselige Grinsekater ist aber nur "mein" Videothekar (Damals hatte er noch einen Laden) und heutiger Privatlieferant.

    Gruß
    Harry

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  4. Danny war vor zwei Jahren erneut an der WoH. Hab ich damals sausen lassen da ich kurz darauf Lee Majors an der Con in Berlin sehen wollte. Tom Savini würde ich allerdings gerne treffen - wer weiss vielleicht wird dass dann doch noch was? Aber nächstes Jahr wäre es echt Zeit JCVD zu bringen. Ach ja schon gesehen...Norris kommt 2019 an die Con in München.

    Gruss zult

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