Samstag, 16. März 2019

Diamond Dogs - 2007


Ex-Soldat Xander Ronson verdient seinen Lebensunterhalt mit brutalen Streetfights in den schäbigen Straßen einer mongolischen Provinzstadt. Als er verhaftet wird, wird er vor die Wahl gestellt: Entweder in den Knast gehen oder seine Schulden auf einmal abbezahlen. Der New Yorker Geschäftsmann Chambers ist bereit, ihm zu helfen: Ronson soll eine Expedition leiten, die nach einem millionenschweren antiken Artefakt sucht, dem übernatürliche Kräfte zugesprochen werden – und auf dem ein todbringender Fluch lasten soll.

Offizielle Inhaltsangabe


Dolph Lundgren platziert mit Diamond Dogs zusammen mit dem Israeli Shimon Dotan seine dritte Regiearbeit, in der er zugleich die Hauptrolle besetzt. Leider fällt das alles äusserst ernüchternd aus und wird zu einem schleppenden Flickwerk, das stark an einen visuelle Mixtur aus Mockumetary Wackelkamera Schwachsinn, Mystery Söldner Twist und einem Urlaubsvideo aus der Mongolei erinnert. Am Rande etwas beschämende Action und harmlose Streetfight Battle Optik zu Beginn, bilden die wenigen Höhepunkte, dieser kleinen Produktion. Der Film verliert schnell jeglichen Halt, als das gestrafte Drehbuch die Provinz verlässt und sich in den Weiten der unspektakulären Settings der Mongolei wieder findet - das wirkt sehr lame. Die Kamera beweist auch hier kein Auge für epochale Landschaften und fährt in gewohnter Wackeltechnik und konfusen Hysterie fort. Es ensteht eine unspektakuläre Wald und Wiesen, Steinbruch Optik, die mich an die kleinen Produktionen der alten Videotheken Zeiten erinnert. Wenn dies, das Ziel war, ist den Machern ein Kleinode an impressionistischen Leihvideo Kultur gelungen. Wenn nicht, hat man`s ordentlich verbockt.

Das kleine Budget schafft es nicht dem Fan etwas Fleisch am Knochen zu servieren und offeriert dem untalentierten Nebencast und Lainetheater zu viel Screentime. Zudem werden einige  antriebslose Geschehnisse, viel zu rasant und oberflächlich behandelt und erscheinen so in keinster Weise nachvollziehbar.

Selbiges trifft auf den 18er Flatschen zu, der die Uncut Vö schmückt. Was an Diamond Dogs so brutal sein soll, ist mir echt schleierhaft. Die Kamera hält nicht drauf und Eindringen von Stichwerkzeug, oder spektakuläre Shootouts sowie sonstige Schweinereien bleiben aus. Eine angedeutete Vergewaltigung ohne nackte Haut und ein rollender Pappkopf, bildet das Ende der Fahnenstange an Verstörungsmomenten.

Fazit: Muss man auch als Dolph Lundgren Fan nicht gesehen haben. Look, Groove und Rhythmus fand ich äusserst lausig. Diamond Dogs zündet in keinster Weise durch und wirkt sehr gestraft und ideenlos. Action ist kaum ne Rede wert und so lebt das Gesamtpaket von Lundgren`s Charisma. Ernüchternde kleine Hinterhof Produktion aus der Mongolei mit dem grossen Schweden.

2/10

Sammlung: Die Koch DVD ist durch den ganzen Handkamerascheiss sehr körnig und verstärkt den Billig Look. Das wirkt wie eine frühe 90er Jahre Produktion. Als Extra gibt es ein Making of, in dem man Dolph bei der Regie beobachten kann. Keine grosse Sache. Kann man sich für Kleingeld von einer Wühltisch krallen. 3/10

Schachtel3

4 Kommentare:

  1. Deiner Bewertung stimme ich vollkommen zu!!!!
    Einer von Lundgren's absoluten Tiefpunkten.

    Gruss
    Sean Archer

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  2. Ich leider auch. Aber der Film hatte von Beginn an mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen und Lundgren hat dann alles Mögliche getan, um die Produktion überhaupt zu retten.

    Gruß
    Harry

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    1. Vielleicht sollte man es dann gleich von Anbeginn lassen und seine Zeit und Energie in ein Produkt setzten, dass etwas durchschlagskräftiger ist, als etwas dass von Anfang an zum scheitern verurteilt ist?

      Gruss
      zult

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    2. Kommt halt immer drauf an, ob man den Rubicon schon überschritten hat. Muss man halt überlegen, was mehr Sinn ergibt? Das bisher verbratene Geld total aufgeben oder eben mit ein paar Zusatzeuros das Dingen fertig drehen und vielleicht wenigsrens auf +/- Null kommen?

      Gruß
      Harry

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