Mittwoch, 13. März 2019

Hell Ride - 2008


Pistolero (Larry Bishop), The Gent (Michael Madsen) und Comanche (Eric Balfour) sind die Anführer der Biker-Gang „The Victors“. Die rivalisierenden „666er“ haben ein Victors-Mitglied hingerichtet und die drei sind zu allem bereit, um den Feind in Gestalt von The Deuce (David Carradine), Billy Wings (Vinnie Jones) und Eddie Zero (Dennis Hopper) zur Strecke zu bringen. Comanche und Pistolero nutzen zudem die Gelegenheit, um für ein 30 Jahre zurückliegendes Verbrechen brutal Rache zu nehmen…

Offizielle Inhaltsangabe



Man schreibt das Jahr 2008 und es wird alles abgefeiert was Tarantino gut findet und wo Tarantino draufsteht. Bei Hell Ride darf Larry Bishop unter dem Executive Producer Quentin, das Drehbuch schreiben, den Film regieren und die Hauptrolle gleich selbst besetzten. Alles gut und schön, aber Hell Ride ist weder, einfallsreich geschrieben, noch schöpferisch gedreht noch leistungsfähig gespielt. Das wirkt alles zu krampfhaft nach einem hypen Tarantino Muster inszeniert und startet zu keiner Zeit durch. Für einen Biker Flick, ist das zu comcikesk und für einen Actioner wird da echt zu viel mit Pseudo Tarantino Dialogen rumgeeiert. Die Song Playlist ist lahm und so fallen auch die schemenhaften üblichen musikalischen Intermezzos mau aus. Der Härtegrad kann sich von Schlitzereien, Shootouts und einem angetrennten Kopf kaum über ein Mittelmass erheben, zeigt dafür die eine oder andere nackte Frauenbrust und Mumu.

Larry Bishop inszeniert bei seiner zweiten und zugleich letzten Regiearbeit (Stand 2019) keine Meisterarbeit, im Gegenteil, alles wirkt hier zu krampfhaft und selbstverliebt. Larry Bishop verlässt sich auf seinen Cast und besetzt Nebenrollen mit bekannten Ikonen Gesichtern und wahrt wenigstens dadurch den Schein, des totalen Verlustes seiner schöpferischen Ausdruckskraft.

Fazit: Over Hype Tarantino Trittbrettfahrer, der nicht mal ansatzweise versucht, ernsthaft die Biker Kultur wider zuspiegel. Das sieht alles aus wie ein Kostümball, das weder originell geschrieben, noch inszenatorische Twists oder gut gespielt wurde. Da helfen auch die berühmten Gesichter beim Nebencast nicht über den Mangel einer gut erzählten Geschichte hinweg. Ein Film der cooler sein möchte, als er am Ende ist!

3/10


Sammlung: Die DVD von Ascot für die Schweiz ist UNCUT und zeigt die eine oder andere Kehlenschlitzerei und Möse mehr als die die DVD von Senator. Making of und Drehbericht von Madsen mit an Bord. Bild und Ton sind für die DVD hochstehend und weisen die bekannten deutsche Sychrostimmen auf. Strakes Artwork. 8/10

Zweitsichtung am 11.3.2019 und das war`ss dann wohl auch für eine lange Zeit.

Schachtel 3

3 Kommentare:

  1. Der Cast war auch der Grund, mir das Werk zu holen. Und gebracht hat er nix, enttäuschend und lahm.

    Gruß
    Harry

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  2. Ich habe mich zum Glück nie von dieser Tarantino-Hysterie anstecken lassen.

    Gruß
    Sean Archer

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  3. Bei mir war sie bald vorbei, gerade seit seinen Basterds. Und es ist immer noch schwer nervig, wenn bei gefühlt jedem zweiten Buch oder Film irgendein Vergleich mit Tarantino kommt. Der ist fast soviel wert, wie eine Tagline zu ner Rezi von der BILD.

    Gruß
    Harry

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News KW 24-2021