Samstag, 2. März 2019

Ragman - Trick or Treat - 1986


Eddie Weinbauer vergöttert Heavy-Metal-Star Sammi Curr und gilt an seiner Schule als Loser. Mit dem Tod seines Idols bricht für ihn eine Welt zusammen. Bis zu dem Tag, an dem ihm der Radio-DJ Nuke Sammis letzte unveröffentlichte Platte schenkt und er durch Rückwärtsspielen der Platte mysteriöse Botschaften aus dem Jenseits erhält. Mit Hilfe des auferstandenen Rockstars rächt sich Eddie an seinen Peinigern. Doch schon bald entzieht sich der Racheakt seiner Kontrolle und der Horror breitet sich aus. Bei der großen Halloween-Schulparty kommt es dann zur Katastrophe: Nachdem Sammis Vermächtnis aus den Boxen schallt nutzt dieser seine Chance zum ganz großen Auftritt. Unter Lebensgefahr versucht Eddie, das Unvermeidliche zu stoppen.

Offizielle Inhaltsangabe



Ragman - Trick or Treat funktioniert bei mir nur bedingt. Nicht nur weil ich hier musikalisch nicht vorbelastet bin und ich die Kurzauftritte von den inzwischen seelenlosen profitorientierten Geschäftsgeiern, Gene Simmons und Ozzy Osbourne nicht abfeiere, sondern weil dem angepriesene Heavy Metal Horror Kultfilm, schlichtweg der Kniff, eine ordentliches Timing, ambitionierte Effekte oder die eine oder andere Gag Pointe fehlt. Auch wenn das alles sehr mau konstruiert ist und der Film teilweise wenig Plan auffährt und seine Charaktere richtig dumm aus der Wäschen schauen lässt, kann die Geschichte gerade mit seinem subkulturellen Kontext für eine solide Grundstimmung sorgen. Somit sollte man hier kein filmerisches Nachtreten starten und den Film lieber mit seinen inszenatorischen Schwächen akzeptieren.

Ragman bietet eine tolle Atmosphäre ist jedoch etwas schablonenhaft inszeniert und wird somit eher zu einem cinematographischen durchschnittlichen Horrorfilm, der die Geschichte eines Teenager einer gesellschaftlichen Randgruppe erzählt und somit nur eine Zielgruppe fokussiert kann und will. Am Ende ist dass jedoch wenig zündend und verlangt nach mehr erklärender Vernunft, in der sprunghaft erzählten Panel Geschichte. So spannend wird das leider nie und auch das romanatic interest geht mir derselben Holzhammer Strategie vor.

Marc Price als Eddie 'Ragman' Weinbauer und inzwischen Stand-up-Comedian, passt ganz gut in die Hauptrolle des Heavy Metal Teenagers. Tony Fields aus den Michael Jacksons Musikvideos " Beat It " und " Thriller " oder Queen`s " Body Language ", als Heavy-Metal-Star Sammi Curr, passt wunderbar und verbereitet einiges an Wiedererkennungswert. Regisseur Charles Martin Smith gibt sich als Mr. Wimbley, der die Schülerband auf der Halloween Party ankündigt, in einem Cameo die Ehre.

Mit dem legendären Soundtrack von `Fastway`, sorgt der Film auf der Audiospur für einen Durchbruch und gibt dem ganzen Heavy Metal Horror Film einen Rahmen. Was auf Script und Effektebene nicht ganz gelingt, wird am Ende von dem Score getragen und bringt Ragman das erkennbares Mittelmass über die Ziellinie.

Fazit: Mehr Kultfilm, als inszenatorisches Geschick. Mehr anarchistische  Metalmusik, statt knuffigem Horror. Da nicht alles vollumfänglich zu Ende gedacht wurde, wirkt Ragman nicht ganz rund. Der Film lebt von seiner willentlichen Auseinandersetzung mit der Metal Musik und des Horror Genres als Subkultur und sollte man als Fan beider künstlerischen Ausdrucksformen mindestes einmal gesehene haben.

6/10


Sammlung: Das Mediabook von NSM ist auf 259/500 limitiert. BD Quali haut mich jetzt nicht aus den Schuhen und weist gegenüber der DVD keine grossen Überraschungen auf. Im Gegenteil, ich fand das Bild platt, wenn auch zum Glück nicht zu Tode geglättet. Sound geht o.k.  Keine visuellen Extras. Booklet von Nando Rohner konnte mich für einmal auch nicht überzeugen. Keine Trivia, kaum Nuggets, dafür folgt eine musikalische Auseinandersetzung. Rückwirkend ist das Artwork matchentscheidend - sonst langt hier die Amaray. 4/10






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Review: The Slayer - 1982