Sonntag, 12. Mai 2019

Versunkene Welt - 1960


Eine versunkene Welt, in der auch heute noch Dinosaurier leben? Professor Challenger (Claude Rains) wird zum Spott seiner Kollegen, als er von seiner unglaublichen These berichtet. Um sie zu belegen, stellt er eine achtköpfige Amazonas-Expedition zusammen, die es nach einem Hubschrauberabsturz auf dem entlegenen Hochplateau tatsächlich mit echten Dinosauriern zu tun bekommt. Und das sind längst nicht die einzigen urzeitlichen Gefahren, denen sich das Team von Challenger zu stellen hat.

Offizielle Inhaltsangabe



Inszeniert wurde dieses altmodische Dino Abenteuer nach einer Idee von Sir Arthur Conan Doyle von dem Flammendes Inferno Regisseur Irwin Allen. Das Fantasyabenteuer kommt schwer in die Gänge und haut bei einer Screentime von 96min erst nach 35min die ersten Tricksereien raus. Leider wird gegenüber dem Originalfilm aus dem Jahre 1925 auf die Stop Motion Gimmick verzichtet. Stattdessen werden Leguane und eine kleines Krokodil mit Pappmaschee einem Tuning unterworfen und in einem wirklich hässlichen Reptilienkampf aufeinander lossgelassen. Dieses Szenario unterstelle ich persönlich unter dem Tier Snuff Genre und ist ein Steinwurf eines Ruggero Deodato Schmierstreifens entfernt. Man sieht wie sich die beiden Reptilien für die filmischen Schockeffekte bis aufs Blut bekämpfen, während die Kamera ordinär drauf hält - sowas ist einfach nur armselig und wiederspiegelt die  Darstellung eines Tieres/Reptils als reiner Gegenstand in den 60er. Das finde ich echt zum kotzen und versaut den ganzen Film, der eh schon ziemlich mau rüber kommt.

Das fantastische Abenteuer entwickelt sich nach und nach zu einem öden Schlagabtausch geschleckter Figuren, die nichts bessers zu tun haben als mit roten Stilettos und einer Gitarre durch den Dschungel zu dackeln. Alles äusserst harmlos konstruiert und dafür mit einem aufwendigen Bühnenbild ausgestattet und widerlichen Reptiliendrangsalierungen gezuckert, kann der Film erst auf der Zielgerade mit einigen tollen Panels in Form eins Jump and Run Games für Akzente sorgen.

Beim Cast bleibt bei mir nur der hagere Kettenraucher Michael Rennie aus Dracula jagt Frankenstein (1970) hängen, alle anderen habe ich bereits aus meinem Gedächtnis gelöscht.

Fazit: Nur Nostalgiker des Phantastischen 60er Jahrekinos zu empfehlen. Ich hätte mir hier mehr Stop Motion und andere Effektdisziplinen gewünscht und habe stattdessen entwürdige Reptilienkämpfe und das typische geschleckte romantic interest dieser Zeit bekommen. Hätte Elvis je ein Fantasie Musical Movie gemacht, wäre The Lost World wohl die beste Bühne für den King gewesen. Einfach nur peinlich, von der ersten bis zur letzen Sekunde.


3/10


Sammlung: Die Koch BD Amaray für 27.00 würde ich heute nicht mehr kaufen. Bild ist zwar nett, lässt jedoch eher selten die BD Quali durchblicken. Ne DVD genügt bei diesem Film. Als Bonus-DVD gibt es noch den restaurieren Originalverfilmung von 1925, den ich mir sicher nie angucken werde, da ein Stummfilm und da hört bei mir die Filmleidenschaft auf. Die tollen Dinos auf dem Artwork gibt es im Film selbstverständlich nie zu sehen. Box 3 - 5/10




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