Freitag, 6. September 2019

Review: Dead Heat - 1988


Bei einem Überfall auf die Nationalbank werden die Täter im scharfen Feuergefecht getötet – doch eigentlich sind sie ja schon tot! Das jedenfalls schwört die Gerichtsmedizinerin, die behauptet, die Ganoven schon einmal auf ihrem Seziertisch zerlegt zu haben! Police-Detectives Mortis und Bigelow werden auf den Fall angesetzt. Das dieser Auftrag nicht ganz ungefährlich ist, merken DIE ZWEI sofort, denn Mortis wird bei der ersten heißen Spur getötet! Und was macht ein soeben erschossener Cop, der dank modernster Technik wieder zum Leben erwacht und vergnügt mit seiner MG rumfuchtelt – klar doch, er sucht seinen Mörder! Frei nach dem Motto: ein toter Cop ist ein noch besserer Cop, gehen Mortis und Bigelow im Verbrecherdschungel von Los Angeles auf Großwildjagd…!

Offizielle Inhaltsangabe



Der ältere Bruder von Shane Black (Jener hat Predator Upgrade verbrochen), Terry liefert uns hier unter dem späteren The Punisher (der mit Dolph) Regisseur Mark Goldblatt ein gestrafftes Drehbuch einer Buddy Action Horror Comedy. Das Positive vornweg: Der Film haut einige richtig gute Effekte in Sachen Masken und sonstige Abstrusitäten raus - Freude von handgemachten FX kommen auf ihre Kosten. Ebenso stimmt das rasante Tempo, dass dem Zuschauer wenig Atempausen einräumt. Das inhaltlich nichtvoraussehende Entwicklungspotential macht Laune und hält so einiges an Überraschungen parat. Auch bei dem Cast gibt es bis auf Nervensäge und Saturday Night Comedian Joe Piscopo, viel Potential. Die zweite Hälfte des Buddy Teams Roger Mortis (sein Nachnahme passt wie Arsch auf Eimer) Treat Williams aus Octalus macht das richtig gut. Ebenso konnte man mit Darren McGavin und den damals 78jährigen Vincent Price zwei Urgesteine für das Projekt begeistern.

Leider hab ich mich an der Performance von Joe Piscopo und diesen öden Kalauern extrem gestört. Da gibt es jetzt echt keine Pointe die sitzt. Im Gegenteil, sein Acting bewegt mich zum fremdschämen. Vielleicht konnte man 1988 mit diesem Klischee Macho Shit punkten - 2019 ist dass einfach nur peinlich.
Ich mag so gestraffte Scripts, aber bei Dead Heat war dass doch etwas zu dicht und wirkt wie eine etwas längere Serien Episode bzw. einem Piloten. Da fehlt dann zwischenzeitlich, doch etwas die Bindung zu einzelnen Charakteren. Gerade das Love Interest Dr. Rebecca Smythers, wirkt platt. Auch der Background von Dr. Ernest McNab (Darren McGavin) ist etwas dünn geraten und hätte ruhig mehr Screentime entwickeln können.

Die Action ist nett anzugucken, macht heute natürlich keinen mehr nass, aber im Gesamtpaket dieses schrulligen Movies, passt das doch sehr gut. Wer auf etwas ausgefallene Filme steht, die auch nicht wirklich rund wirken und sich nicht an diversen Peinlichen stört, sollte sich dieser 80er Videotheken Dauerbrenner geben. Auch wenn vom Kinopublikum kläglich im Stich gelassen, hat Dead Heat durchaus seine Daseinsberechtigung.


6/10

Sammlung: Ich hab mir das MB von Astro mit Cover B 026/150 geholt. Master kann man natürlich stehen lassen und sieht Krekelmässig wie immer gut aus. Null Extras, dafür gibt es eine Bonus BD von Mean Guns (Super den hab ich noch nicht gesehen). Das macht die Vö natürlich sympathisch. Deutliche Abzüge sind im Booklet zu verzeichnen. Der Rohner Text ist mau - da hat selbst imdb mehr Trivias parat- das kann er durchaus besser. Hinzu kommt die mal richtig beschissene Farbgrafik: Der Text mit Dunkel Violett auf Schwarz - da kannste mal so richtig nichts sehen. Das erzeugt höchstens Augenkrebs. Von Korrekturgucken hält man da nichts. Auf Grund der Zusatz BD kann ich das empfehlen, ansonsten langt hier eine zukünftige Amaray. 6/10


2 Kommentare:

  1. Hab den auch in der Sammlung, aber ein MB musste da wirklich nicht her.

    Gruß
    Harry

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    1. Nein muss man nicht als MB haben.Ich hatte den jedoch noch nicht und die BD kommt mit ner tollen Quali um die Ecke.

      Gruss
      zult

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