Sonntag, 5. Juli 2020

262. Die Rückkehr des Doktor X - 1939




Die künstlerische Wichtigkeit und Relevanz des meisterlichen Vorgänger, kann Regisseur Vincent Sherman mit seinem Film Debüt nicht einfangen. Im Gegenteil: Der Film besitzt nichts von der stilistischen Tonalität des Kultfilms und dümpelt in äusserst langweiligen Ermittlungen vor sich hin. Das wird nie spannend oder verstörend und vertieft sich zu krampfhaft auf die Geschichte um die Blutgruppen, die schlichtweg zu wenig Gewicht erzeugen um die 62min sinnvoll zu nutzen. Einzig der verklärte Filmcharakter von Humphrey Bogart, erzeugt hier sowas Ähnliches wie Magie. Wobei es gerade Bogart zu verdanken ist, dass hier überhaupt ein Nachhaltigkeitswert entsteht. Bogart selber meinte später dazu, dass die Rolle viel besser von einem Karloff oder Lugosi besetzt gewesen wäre. Seiner Trunkenheit sei es schulden, dass er diesen stinkenden Film drehte. So empfand es der damals bei Warner unter Vertrag stehende Bogart als Hohn von Jack Warner für einen solchen verpflichtet zu werden und verlangte mehr Geld. In der Tat sollte eigentlich Karloff als Doktor X spielen. Weil Die Rückkehr des Doktor X der einzige Ausflug von Bogart in das fantastische Genre war, besitzt der Film dann am Ende doch noch seine Kuriosität.

So verbindet am Ende wenig bis kaum etwas die beiden Doktor X Filme. Bei Ersterem ging es um synthetisches Fleisch, bei der Fortsetzung um synthetisches Blut. Man bleibt zwar der Story um den ermittelnden Journalisten treu, am Ende ist Die Rückkehr des Doktor X, jedoch lediglich eine uninspirierte Studioarbeit, die wenig Eigenkapital aufweist um hängen zu bleiben. Wäre hier nicht Bogart in diesem skurrilen Auftritt zu bestaunen, hätte ich den nicht Mal zu Ende geguckt.

4/10
ofdb

Sammlung: DVD von Filmpalast


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