Samstag, 10. Juli 2021

The Keeping Room - 2014

1865 Das Ende der Sezessionskrieges - Im Fokus stehen die beiden Schwestern Augusta (Brit Marling), Louise ( Hailee Steinfeld) und ihre Sklavin Mad ( Muna Otaru), die in den Nachwehen des Krieges ihren Mann stehen müssen. Alleine auf ihrer Farm abseits der Zivilisation kämpfen sie um ihr Überleben. Als dann eines Tages zwei unbekannte Männer in ihrem Kaff auftauchen und die Schwestern terrorisieren, werden die drei Frauen gezwungen, ihren ganz eigenen Krieg auszufechten...

Regisseur Daniel Barber sollte man seit seinem Selbstjustiz Drama Harry Brown auf dem Radar haben. Auch mit seinem zweiten Film The Keeping Room, macht er auf Drama und brezelt hier über Strecken einen brandgefährlichen Film raus. Fast schon ein Western Kammerspiel mit ausgezeichneter Besetzung und Brit Marling in der Hauptrolle, die in der starken Frauenrolle völlig aufgeht und das Dingen locker schultert. 

Eigentlich war Olivia Wilde gebucht und musste zum Glück aus terminlichen Gründen absagen. Bin da echt froh drüber, den mit Wilde wäre das ein vollkommenes Desaster geworden. Das Pendant zu Marling`s Filmcharakter, liefert Sam Worthington als Scherge und Home Invasion Terrorist Moses der nach dem Krieg unter dem Vorwand als Vorhut zur totalen Vernichtung des Feindes zu agieren und sich praktisch eine Freikarte an Perversion leisten kann - die berüchtigte Carolinas-Kampagne im Frühjahr aus dem Jahre 1865. In Wahrheit ist Moses jedoch ein Deserteur, der die Qualen des Krieges mit in das kleine Dorf schleppt.

Die Machart mit seinen ruhigen und realen Bildern, gebärt eine raue Tonalität. Aufwendige Bauten die speziell für den Film gestaltet wurde und das natürliche Licht, sorgen neben der bedrohlichen Geschichte, für die traurig, melancholische Stimmung des Films. Schade dass es der Film auf den letzten Metern so eilig hat und viel an Potential der inhaltlichen Ausführung verschenkt. Ansonsten ist The Keeping Room ein starker minimalistischer Bürgerkrieg Western an der Peripherie abseits des grossen Schlachtfeldes.

8/10




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Review: The Slayer - 1982