Montag, 6. Dezember 2021

Review: Do not Reply - 2019

Das Durschnittalter entführter Mädchen in den USA liegt bei 15 Jahren. In dieses Muster gehört auch die schüchterne Chelsea, die sich in die Fänge der Social Medien begibt und somit zum Opfer des Psychos Brad gerät...

Die Werbung auf der Nameless hält Mal wieder voll drauf: Influencer Horror für die Genreration Z. Somit eine Materie die mich Null interessiert, aber als obsessiver Horrorgucker, der sich immer auf der Suche nach neuen Geschichten befindet, die mich belehren das dass Genre immer noch lebt, begebe ich mich auch in diese Gefilde des verstörten andersartigen Kinos. 

Die Woltosz Bros liefern einen glattplierten digital runtergefilmten Horrorpsycho Thriller ab, der vorwiegend auf explizite Tortureelemente verzichtet und den Schrecken eher in der Isolation und der Anhängigkeit zwischen Oper und Täter fokussiert. Das mag jetzt gerade wegen dieser Pastell farbigen Barby und Kent Kulisse für wenige schimmelig muffige Stimmung sorgen, setzt aber der Parade durch die Cheerleader Kostüme der Opfer und das auferlegte Rollenspiel des Täters, für eine funktionierenden Tonalität. Do not Reply bekommt dadurch eine eigene Bildsprache und wirkt über Strecken wie ein Bühne einer heilen Welt, die sich der Täter zu erschaffen wünscht.

Vom Personal wird die Handlung gekonnt widergegeben und somit funktioniert das Regie Debüt der Woltosz`s durchaus. Am Ende bleibt jedoch noch einiges an Luft nach Oben und nachhaltigen Montagen, um mich hier gänzlich abzuholen. Die wenigen Gewaltmomente betten sich äusserts schwierig in die saubere Umgebung ein und zirkulieren wie ein Fremdkörper um das Psychokammerspiel. Auch wenn das Terrorelement nicht immer funktioniert und derweilen eine gewisse Abnützung aufweist, weil der Täter eher wenig Screentime auffährt, kann man sich diesen Influencer Horror für die Genreration Z geben.

5/10



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen