Montag, 27. Dezember 2021

Review: Night Eyes - 1982

Dieses Review ist dem Dackel gewidmet, der während den Dreharbeiten zu Night Eyes starb.

Dem Night Eyes Regisseur Robert Clouse haben wir so einige tolle Klopperfilme wie China O`Brien, aber auch den Bruce Lee Klassiker Der Mann mit der Todeskralle zu verdanken. In Deadly Eyes widmet sich Clouse 1982 der James Herbert Novelle "The Rats" und der Thematik der damals bereits in der Gesellschaft angekommenen Kritik manipulierten Lebensmitteln. Hier werden Ratten durch Steroiden verseuchten Mais zu hundegrossen Biestern die sich quer durch Toronto fressen.

Die Kreaturen wurden ordentlich getrickst und so wechseln sich Handpuppen, animierte Puppen und 35 Dackel so wie fünf Terrier in Rattenkostümen ab und erzeugen somit einiges an dramatischen und blutigen Szenen, bei Nahaufnahmen. Leider starb bei den Dreharbeiten einer der Dackel der sich in den Fängen des Kostümes zu Tode strangulierte. Mit ein Grund wieso ich mir wenig Tierhorror und Western mit Pferderennen gebe. Hier jedoch ein bedauerliche Ausnahme, da die Tiere ansonsten laut Quellenangabe, während der Produktion gut behandelt wurden.

Leider geht Nigh Eyes aka  Deadly Eyes nicht immer als dynamischer Tierhorror Flick durch und verweilt allzu oft an schmusigen Romantikeinlagen zwischen Held und Heldin, oder einer schrittnassen und aufgegeilten Studentin die sich in ihren Lehrer verguckt hat - dass nimmt der ganzen Ratten Parade diverses Male den Winde aus den Segeln und wirkt plump. So war James Herbert, dann auch mit dem Endprodukt nicht zu frieden und betitelte das Werk, als schrecklich und absoluter Müll. 

Die Handlung wurde von London nach Toronto verlegt und der Look steht der Story ganz gut. Es gibt sogar eine internationale VHS Veröffentlichung, bei der man während des Film die Twin Towers zusehen bekommt, was dem damaligen Zuschauer das Gefühl  suggerieren soll, das es sich um eine amerikanischen Produktion handelt - dieses Version gibt es auf youtube zusehen. 

Der Film wurde akzeptabel gecastet, jedoch bleiben die grossen Nummern und schauspielerischen Erfolge der damaligen Darsteller aus. Viele der jugendlichen Akteure, wussten nicht einmal dass Clouse, Jahre zuvor mit den Superstar Lee gedrehte hatte. Somit bleibt da auch wenig hängen, stört jedoch nicht. Night Eyes besitzt nicht immer ein solides Timing, sorgt jedoch gerade durch sein handwerkliches Können für Schauwerten und genügend Unterhaltung und sorgt dadurch dass man trotz abgewürgten Finale, einen nachhaltigen Tierhorrorfilm geboten bekommt.

7/10

Sammlung: Das MB ist eine Wucht und besitzt ein neues 2K Master. Kann ich nur empfehlen.



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